Die Brücke kann doch saniert werden

Bliesransbach. Die Einsturz gefährdete Brücke in der Eduard-Mörike-Straße in Bliesransbach muss nun doch nicht abgerissen werden (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Das teilte der Ortsrat von Bliesransbach in seiner Sitzung mit. "Die entstandenen Löcher in der Brücke können mit Spritzbeton wieder verfüllt werden

Bliesransbach. Die Einsturz gefährdete Brücke in der Eduard-Mörike-Straße in Bliesransbach muss nun doch nicht abgerissen werden (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Das teilte der Ortsrat von Bliesransbach in seiner Sitzung mit. "Die entstandenen Löcher in der Brücke können mit Spritzbeton wieder verfüllt werden. Anschließend soll um die Brücke eine Beton-Verschalung kommen", so Ortsvorsteher Günter Lang jetzt. Noch im Sommer dieses Jahres sagte ein Vertreter eines Saarbrücker Ingenieurbüros im Bliesransbacher Ortsrat, dass die Brücke nicht zu sanieren sei und unterbreitete der Gemeindeverwaltung ein Angebot von mehr als 160000 Euro für eine neue Brücke. Doch über diese Angebots-Brücke ging Ortsvorsteher Lang nicht und holte sich über den einheimischen Dr. Wolfgang Heer und ein Neunkircher Ingenieurbüro eine zweite Meinung ein. Die Folge: Die Brücke kann doch saniert werden. "Eine neue Brücke hätte unseren Finanzhaushalt über Jahre massiv belastet und alle anderen Maßnahmen in allen fünf Ortsteilen lahm gelegt. Wir hoffen, dass die finanzielle Belastung durch eine Sanierung deutlich geringer wird", so Thomas Broßius der Leiter des Kleinblittersdorfer Bauamtes. Dr. Wolfgang Heer teilte zudem mit, dass die Brücke halbseitig befahrbar ist und die Vollsperrung aufgehoben werden kann - allerdings nur für Pkw ohne Anhänger. Einigkeit herrschte im Ortsrat ebenfalls darüber, dass die Brücke noch vorm Winter saniert werden müsse. "Der Frost kann die Brücke weiter zerstören. Je länger man mit der Sanierung wartet, um so teurer wird die Geschichte", so Heer. Zudem muss der Lauf des Niederwieser Bachs unter der Brücke in geordnete Bahnen gelenkt werden. "Bei Hochwasser läuft das Wasser in und über die Brücke und verursacht weitere Schäden", sagt Ortsvorsteher Günter Lang. Alois-Werner Breyer von der CDU-Fraktion holte anschließend zum großen Gutachten-Rundumschlag aus. "Für mich werden Gutachten immer unglaubwürdiger. Hätten wir die Brücke abreißen und neu bauen lassen, wären wir finanziell am Ende gewesen. Jetzt stellt sich heraus, dass alles viel billiger wird. Künftig wird ein Gutachten allein für eine Maßnahme wohl nicht mehr ausreichen", so Breyer. Ende November sollen die Sanierungsarbeiten an der Brücke beginnen.