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Deutsche Bahn investiert in zwei Bahnhöfe

Kleinblittersdorf. Die Haltepunkte in Rilchingen-Hanweiler und Auersmacher werden renoviert. Zwei Millionen Euro gibt die Deutsche Bahn AG aus, die Gemeinde will hier ebenfalls investieren. Ein weiteres wichtiges Thema im Gemeinderat war die Zukunft der Kompostieranlage in Auersmacher. Heiko Lehmann

Die Bahnhöfe in Rilchingen-Hanweiler und Auersmacher werden renoviert. Das teilte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Kleinblittersdorf mit. Die Deutsche Bahn wird für 1,2 Millionen Euro den Bahnhof in Auersmacher renovieren. Der Bahnhof in Rilchingen-Hanweiler wird für 800 000 Euro erneuert.

Neben der Investition der Deutschen Bahn möchte auch die Gemeinde im Zuge der Arbeiten an den beiden Bahnhöfen investieren. "Wir sind zurzeit in Gesprächen mit der Deutschen Bahn und wollen unsere eigenen Vorstellungen in die Projekte einbringen", sagte Bürgermeister Stephan Strichertz. Während in Auersmacher die Unterführung eine Beleuchtung bekommen soll, könnte in Rilchingen-Hanweiler ein Park-and-Ride-Platz angelegt werden. Dazu kommt eine Über- oder Unterführung.

Weitreichende Änderungen sind auch bei der Kompostieranlage in Auersmacher geplant. Wie die Verwaltung mitteilte, wolle der Entsorgungsverband Saar (EVS) die Grünschnittabgabe an ausgewählten Orten konzentrieren. "Bislang konnten die vom EVS vorgelegten Pläne die Bürgermeister des Saarlandes noch nicht überzeugen", sagte Bürgermeister Stephan Strichertz, der eine Kooperation mit französischen Partnern favorisiert. "In Frankreich sind die Kompostieranlagen bereits zentralisiert und es würde sich anbieten, zusammenzuarbeiten, gerade da bei uns auch die Frage der Wirtschaftlichkeit einer Zentralisierung noch lange nicht beantwortet ist. Frankreich steht in den kommenden Jahren vor einer Änderung, was die Restmüllverwertung angeht. Hier könnte man ebenfalls Synergieeffekte nutzen", meinte Strichertz. Aus der Kompostieranlage in Auersmacher würde dann nur noch eine Lagerstätte für Grünschnitt werden. Zudem seien die Einnahmen aus dem Verkauf von Kompost deutlich zurückgegangen, teilte Daniel Schubert von der Gemeinde mit. Der Grund sei eine Änderung des Berufskraftfahrer-Gesetzes. Das erlaube es der Gemeinde nicht mehr, ohne zusätzliche Kraftfahrer-Qualifikation den Bürgern den Kompost an die Haustür zu liefern. "Nicht jeder hat einen Anhänger fürs Auto oder kennt jemand, der einen Anhänger hat. Somit haben viele Leute nicht mehr die Möglichkeit, an den Kompost zu kommen", erklärte Schubert.

Ein weiteres Thema in der Sitzung waren neue Luxus-Wohnungen, die auf dem Kleinblittersdorfer Rebenberg auf dem Gelände eines ehemaligen Supermarktes entstehen sollen. Wie der Bürgermeister mitteilte, wolle ein Investor hier bauen. Bei der Frage, ob jemand aus dem Gemeinderat etwas gegen die notwendige Änderung des Bebauungsplanes habe, gab es keine Gegenstimmen.