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Der Handkarren ist passé

August Sehmer ist schon seit 60 Jahren bei der Sitterswalder Feuerwehr. Am Sonntag wurde er 79 Jahre alt. Foto: leh
August Sehmer ist schon seit 60 Jahren bei der Sitterswalder Feuerwehr. Am Sonntag wurde er 79 Jahre alt. Foto: leh FOTO: leh
Sitterswald. „Die Feuerwehr von damals ist mit der Feuerwehr von heute gar nicht zu vergleichen.“ August Sehmer erinnert sich. Am Wochenende ehrte ihn der Landesverband in Sitterswald für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit. Heiko Lehmann

Es ist schon lange her. Im zarten Alter von 18 Jahren schloss sich August Sehmer der Sitterswalder Feuerwehr an. "Damals durfte man erst mit Jahren 18 in die Feuerwehr gehen. Mein Nachbar war der Löschbezirksführer und hat mich einfach mitgenommen. So war das früher", erzählt Sehmer und bezieht sich dabei auf das Jahr 1956. Der 79-Jährige Sitterswalder wurde am vergangenen Samstag auf der Barbarafeier des Löschbezirks in der Mehrzweckhalle für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit geehrt. Thomas Quint, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken überreichte Sehmer das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehr-Verbands. Etwa 70 Menschen in der Halle erhoben sich von ihren Plätzen und klatschten lange Applaus. "Die Feuerwehr von damals ist mit der Feuerwehr von heute gar nicht zu vergleichen. Wenn früher die Sirene ging, sind wir mit dem Handkarren durch den Ort gerannt", erzählt Sehmer, für den die starke Kameradschaft über die 60 Jahre immer das Schönste bei der Feuerwehr war. Volker Sehmer, der Sohn des 79-jährigen Feuerwehr-Urgesteins, wurde auf der Barbarafeier gemeinsam mit Winfried Kunz für 40-jährige Feuerwehrzugehörigkeit geehrt. Befördert wurden Sebastian Bohr vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann, Carina Ries von der Feuerwehrfrau zur Oberfeuerwehrfrau und Niko Focht vom Löschmeister zum Oberlöschmeister. Peter Dausend, der Gemeinde-Wehrführer von allen fünf Löschbezirken in der Gemeinde Kleinblittersdorf bedankte sich bei allen Feuerwehrleuten für die geleistete Arbeit in einem anstrengenden Jahr. "Wir hatten in diesem Jahr bislang zehn Prozent mehr Einsätze als im vergangenen Jahr und wir haben noch einen Monat vor uns. Von daher war die Belastung für alle sehr hoch. Wir haben uns eine erholsame und friedvolle Weihnachtszeit verdient und hoffen, dass wir in dieser Zeit von Einsätzen verschont bleiben", so Peter Dausend.



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