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Bürgermeister will Bordell in Schloss Falkenhorst verhindern

Schloss Falkenhorst in Kleinblittersdorf könnte bald ein Bordell beherbergen.
Schloss Falkenhorst in Kleinblittersdorf könnte bald ein Bordell beherbergen. FOTO: Lehmann
Kleinblittersdorf. Der Bürgermeister von Kleinblittersdorf Stefan Strichertz will kein Bordell im unter Denkmalschutz stehenden Schloss Falkenhorst an der B 51 in Kleinblittersdorf. Vergangene Woche hatte der Gemeinderat mehrheitlich für die teilweise Aufhebung einer Veränderungssperre für das Grundstück gestimmt. red

Der Bürgermeister von Kleinblittersdorf Stefan Strichertz (parteilos) will verhindern, dass das unter Denkmalschutz stehende Schloss Falkenhorst an der B 51 zum Bordell umgebaut wird. Vergangene Woche hatte der Gemeinderat mehrheitlich für die teilweise Aufhebung einer Veränderungssperre für das Grundstück gestimmt.


Strichertz zufolge ist aber eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung notwendig, um solch eine Ausnahme durchzusetzen. Der Bürgermeister hat den Ratsbeschluss deshalb nun der Kommunalaufsicht zur Überprüfung vorgelegt. Er habe auch dem Bordell-Investor mitgeteilt, dass es rechtliche Zweifel an dem Ratsbeschluss gebe, sagte Strichertz.

Die SPD im Gemeinderat hatte geschlossen für die teilweise Aufhebung der Veränderungssperre gestimmt, die CDU mehrheitlich dagegen. SPD-Fraktionssprecher Bernd Dick sagte dazu: "Wir könnten uns auch eine bessere Lösung für das Schloss vorstellen, aber es gibt keine."



Derweil wächst der Unmut der Gemeinde über das geplante Bordell. Ein Gegner hat die Facebook-Gruppe "Wieder ein schönes und wohnenswertes Kleinblittersdorf " gegründet, der sich bis Freitag 450 Menschen anschlossen, die mehrheitlich gegen das Bordell sind.