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Bewohner an der Oberen Saar brauchen starke Nerven

Bewohner an der Oberen Saar brauchen starke Nerven

Die B 51 nutzen täglich Tausende Pendler und Anwohner, um nach Saarbrücken zu kommen. Ab morgen wird sie bis Oktober gesperrt. Längere Fahr- und Wartezeiten müssen Autofahrer in dieser Zeit einplanen.

Das in Kleinblittersdorf zu erwartende Verkehrschaos beginnt ab dem morgigen Donnerstag. Wie der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mitteilte, beginnt die Fahrbahnerneuerung auf der B 51 zwischen dem Kreisverkehrsplatz am Alten Zollhaus in Kleinblittersdorf (Einmündung Elsässer Straße) bis zur Hellesmühle zwischen Auersmacher und Rilchingen-Hanweiler am Donnerstag und endet am 5. September. Die Strecke ist während dieser Zeit voll gesperrt. Die Hellesmühle ist aus Richtung Rilchingen-Hanweiler erreichbar. Während der Bauzeit wird der überörtliche Verkehr aus Richtung Saarbrücken in Richtung Rilchingen-Hanweiler und Frankreich bereits vor Kleinblittersdorf von der B 51 abgeleitet und über Bliesransbach und Sitterswald zurück zur B 51 geführt. Die Gegenrichtung ist entsprechend ausgeschildert. Der lokale Verkehr aus Richtung Kleinblittersdorf erreicht Auersmacher und Sitterswald ab dem Kreisverkehr auf der L 253 über einen Behelfsweg am Alten Zoll zur Kapellenstraße in Auersmacher. Das gilt auch in umgekehrter Richtung. Der Verkehr auf dem Behelfsweg wird mit einer Drei-Phasen-Ampel geregelt. Wie der LfS mitteilt, ist hier mit Wartezeiten zu rechnen.

Die zweite Bauphase soll am 7. September beginnen und bis zum 2. Oktober dauern. In dieser Phase wird die B 51 zwischen Hellesmühle und Rilchingen-Hanweiler in Höhe Kreisverkehrsplatz Zum Bergwald/Rittersweg gesperrt. Die überregionale Umleitung führt ebenfalls über Bliesransbach und Sitterswald. Die Strecke Kleinblittersdorf-Auersmacher-Sitterswald ist für den lokalen Verkehr uneingeschränkt nutzbar.

Da die erste Bürger-Information über diese Baumaßnahme erst am vergangenen Freitag auf Bitte der Gemeindeverwaltung Kleinblittersdorf in der Saarbrücker Zeitung erschien, warf Bürgermeister Stephan Strichertz dem LfS mangelnde Kommunikation vor. Der LfS erklärte dagegen, dass die Gemeinde Kleinblittersdorf vor Monaten von der Baumaßnahme in Kenntnis gesetzt wurde und ihrerseits hätte informieren können.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung wusste diese bis Ende vergangener Woche noch keinen genauen Termin zum Baubeginn und auch nichts über die Dauer der Arbeiten. Der LfS entgegnete, dass man über den richtigen Zeitpunkt einer Information der Einwohner einer Kommune trefflich diskutieren könne. Erfahrungen zeigten aber, dass eine zu frühe Information aus mehreren Gründen nicht sinnvoll sei: Der Baubeginn könnte sich verschieben oder die Bürger könnten den Baubeginn bei zu früher Information wieder verdrängt haben, schreibt der LfS.