Auersmacher überwintert im Pokal

Am Mittwochabend standen sich mit dem SV Auersmacher und dem FV Eppelborn zwei Saarlandliga-Mannschaften im Achtelfinale des Saarland-Pokals gegenüber. Der SVA siegte zuhause souverän mit 4:0.

"Im Saarlandpokal zu überwintern ist natürlich eine tolle Sache. So oft gelingt uns das ja nicht", stellte Christoph Berger kurz nach dem Schlusspfiff erfreut fest. Gerade hatte er mit seinem SV Auersmacher den FV Eppelborn im Achtelfinale klar mit 4:0 (2:0) geschlagen und vor heimischer Kulisse die Runde der letzten acht Mannschaften erreicht. Einen konkreten Wunschgegner für das Viertelfinale hat der Mittelfeldspieler aber nicht: "Unsere Chancen das Halbfinale zu erreichen, wären natürlich höher, wenn wir einen unterklassigen Verein zugelost bekämen. Andererseits ist ein Spiel gegen Homburg oder Elversberg auch immer etwas Besonderes."

Dass das Saarlandliga-Duell mit Eppelborn vor rund 200 Zuschauern so eindeutig ausfallen würde, das hätte Berger zuvor nicht gedacht. Und für den Geschmack des Gästetrainers ist das Ergebnis auch etwas zu hoch ausgefallen: "Wir hatten die Chance, in Führung zu gehen. Und nach dem 2:0 wäre der Anschluss wohl auch verdient gewesen", sagte Norbert Groß. Der SVA startete mit viel Ballbesitz in die Partie und setzte Eppelborn mit hohem Gegenpressing früh unter Druck. Die erste Chance hatten aber die Gäste: Nach einem Eckball von Kevin Saks scheitere Mirco Frischmann völlig freistehend an SVA-Schlussmann Tobias Müller. Auersmacher hatte das Spiel in der Folge gut im Griff und wurde erstmals durch Maurice Urnau gefährlich (8.). Kurz darauf wurde Sascha Bickelmann im Eppelborner Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Yannik Hoffmann souverän zur 1:0-Führung für den SVA. Im Anschluss spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab, wobei Auersmacher klar mehr Spielanteile hatte. So setzte sich SVA-Akteur Sven Schreiber auf der rechten Seite durch und brachte nach einem Doppelpass mit Sascha Bickelmann den Ball im gegnerischen Netz unter. Prompt ertönte jedoch der Pfiff des Schiedsrichters, der auf Abseits entschied. Nach einem Eppelborner Angriff reichte dem SVA ein Pass von Oliver Bickelmann, um die Abwehr des FVE auszuspielen. Sascha Bickelmann nahm den Ball an und erhöhte mit einem Linksschuss Sekunden vor der Pause auf 2:0. Kurz nach dem Seitenwechsel hatte der eingewechselte Eppelborner Jens Schlemmer die nächste gute Möglichkeit. Sein Schuss konnte Tobias Müller aber gerade noch um den Pfosten lenken.

SVA spritziger als FVE

Auersmacher wirkte nun spritziger, lauffreudiger und entschied die meisten Zweikämpfe für sich. Bei den Gästen fehlte der letzte Pass nun völlig. Nachdem Berger nach einem Freistoß nur an die Latte köpfte (69.), machte er es in der 81. Minute besser. Sein wuchtiger Flachschuss sorgte nach einer Ecke für die Entscheidung. Dogukan Sonsuz erzielte ebenfalls nach einem Eckball aus kurzer Distanz noch das 4:0 (87.) - er wurde erst kurz zuvor von SVA-Trainer Andreas Wellner eingewechselt. "Wir sind heute mit acht Spielern unter 22 Jahren aufgelaufen. Da fehlt uns oft noch die Routine, sodass solche Ergebnisse zustande kommen können. Aber wir wollen weiter auf eine junge Mannschaft setzten", erklärte Norbert Groß. Christoph Berger sprach von einer runden Leistung: "Ich glaube, dass wir heute einfach geiler auf den Sieg waren. Wir ließen nicht viel zu und waren besser in den Zweikämpfen. Wir konnten zeigen, was wir fußballerisch drauf haben."