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Kinderhilfswerk Unicef demonstriert gegen Gewalt an Jungen und Mädchen

Aktion in Saarbrücken : Kinderhilfswerk demonstriert gegen Gewalt

Saarbrücker Unicef-Aktivistinnen und der Kinderschutzbund weisen auf die meist versteckte Not von Jungen und Mädchen hin.

Corona beherrscht weltweit die Schlagzeilen und erschwert die ohnehin oft mühselige Arbeit für Menschenrechte und Kinderschutz. In dieser schwierigen Zeit wiesen die Arbeitsgruppe Saarbrücken des Kinderhilfswerks Unicef und Vertreterinnen des Kinderschutzbundes Saarbrücken hin auf Gewalt gegen Jungen und Mädchen. Die Aktion war Teil der Kampagne „#Niemals Gewalt – Gewalt hinterlässt Spuren“. Rund um den Info-Stand spannten die Frauen eine blaue Wäscheleine und bestückten sie mit Informationen über Gewalt gegen Kinder. Auf den Tischen waren Informationsmaterial, Blätter zum Sammeln wertschätzender und positiver Sprüche, „Kinderrechtssteine“, „Sorgenpüppchen“ sowie eine Spendendose aufgestellt. Und natürlich standen in der Corona-Zeit Desinfektionsmittel bereit. Zwar eilten viele Passanten am Stand vorbei. Zugleich ließen andere sich darauf ein, zu schauen, was die Frauen symbolisch unter einen Teppich gekehrt hatten, kehrten es wieder mit hervor und diskutierten über Gewalt gegen Kinder.

So fragte eine Frau aus Russland, ob es nicht auch Gewalt sei, wenn der Vater ihrer Tochter es verbiete, das Kind Russisch lernen zu lassen. Wie viele andere hinterließ sie als Zeichen der Wertschätzung für die Kinderschützerinnen einen Spruch: „Du bist ein Mensch – und du hast Rechte“. „Das Sammeln der wertschätzenden und positiven Sprüche war für uns das Erfreulichste bei der Aktion“, heißt es in der Bilanz der Saarbrückerinnen weiter. Diese bunten Sprüche wurden nach und nach an der Wäscheleine aufgehängt. Die Unicef-Frauen freuten sich, dass viele Standbesucher einen Kinderrechtsstein oder ein Sorgenpüppchen als „Anti-Gewalt-Symbol“ mitnahmen und dafür an Unicef spendeten. Jungen und Mädchen bekamen vom Kinderschutzbund blaue Sportbeutel und Fähnchen geschenkt.

„Die Arbeit und der Einsatz haben sich gelohnt“, lautet das Resümee von Unicef-Arbeitsgruppenleiterin Christiane Siewert.