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Die Politiker fliegen tief : Kinder, es ist Wahlkampf

Die Politiker fliegen tief : Kinder, es ist Wahlkampf

Liebe Leserinnen und Leser, ziehen Sie die Köpfe ein, denn derzeit schlagen sie überall auf: die Politiker. Das Wort „aufschlagen“ ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint, bisher sind keine Opfer zu beklagen. Minister geben sich selbst im kleinsten Sprengel die Klinke in die Hand, selbstredend mischt auch unsere Ministerpräsidentin mit. Gestern nun war sie zu Gast in Neuweiler. Auf Einladung der örtlichen Christdemokraten, die auch gleich noch einen Scherenschleifer zu sich auf den Sternplatz gebeten hatten. Der jedoch hatte hinsichtlich des Polit-Rummels nicht die Messer gewetzt, wie man vor Ort unschwer feststellen konnte. Nun denn, in Zeiten des Wahlkampfes ist alles möglich. Da überreicht Elke Ferner, die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ihrem Parteifreund, dem Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, einen sogenannten Zuwendungsbescheid über mehr als 500 000 Euro. Bei solchen Nachrichten, die sich gerade häufen, kommen mir vor Rührung fast die Tränen. Bevor ich mir dann jedoch wieder bewusst werde, dass da bloß Steuergelder umverteilt werden und die Frau Ferner nicht etwa in einem Anflug von Großherzigkeit ins eigene Sparschwein gegriffen hat. Neulich war der Herr Staatssekretär des Innenministeriums im Sulzbacher Rathaus und hat dem Bürgermeister versprochen, dass er sich um die Erneuerung der armselig aussehenden Uralt-Fenster im Vopeliusbad kümmern wird. Das hat zwar sein Chef, der Herr Minister, längst versprochen, doch wie gesagt, es ist grad mal Wahlkampf.

Liebe Leserinnen und Leser, ziehen Sie die Köpfe ein, denn derzeit schlagen sie überall auf: die Politiker. Das Wort „aufschlagen“ ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint, bisher sind keine Opfer zu beklagen. Minister geben sich selbst im kleinsten Sprengel die Klinke in die Hand, selbstredend mischt auch unsere Ministerpräsidentin  mit. Gestern nun war sie zu Gast in Neuweiler. Auf Einladung der örtlichen Christdemokraten, die auch gleich noch einen Scherenschleifer zu sich auf den Sternplatz gebeten hatten. Der jedoch hatte hinsichtlich des Polit-Rummels  nicht die Messer gewetzt, wie man vor Ort unschwer feststellen konnte. Nun denn, in Zeiten des Wahlkampfes ist alles möglich. Da überreicht Elke Ferner, die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ihrem Parteifreund, dem Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, einen sogenannten Zuwendungsbescheid über mehr als 500 000 Euro.  Bei solchen Nachrichten, die sich gerade häufen, kommen mir vor Rührung fast die Tränen. Bevor ich mir dann jedoch wieder bewusst werde, dass da bloß Steuergelder umverteilt werden und die Frau Ferner nicht etwa in einem Anflug von Großherzigkeit ins eigene Sparschwein gegriffen hat. Neulich war der Herr Staatssekretär des Innenministeriums im Sulzbacher Rathaus und hat dem Bürgermeister versprochen, dass er sich um die Erneuerung der armselig aussehenden Uralt-Fenster im Vopeliusbad kümmern wird. Das hat zwar sein Chef, der Herr Minister, längst versprochen, doch wie gesagt, es ist grad mal Wahlkampf.

So gesehen könnte man eine dauerhafte Wahlveranstaltung daraus machen, da hätte das nackte Elend in den Kommunen bestimmt  ein Ende.