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Stadtplanung
Kaum Platz zum Toben an der Ophüls-Schule

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (Mitte) mit Eltern von Max-Ophüls-Grundschülern vor der Schule.   
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (Mitte) mit Eltern von Max-Ophüls-Grundschülern vor der Schule.    FOTO: BeckerBredel
St. Johann. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) besuchte die Dependance auf dem Homburg und sprach mit Elternvertretern. Von Andreas Lang

Das Außengelände der Max-Ophüls-Grundschule auf dem Homburg sorgt für Ärger. Das zeigte sich gestern beim Ortstermin mit Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.


Drei Jahre lang ließ der städtische Eigenbetrieb für Gebäudemanagement (GMS) am alten Schulgebäude anbauen. Daher ist die Max-Ophüls-Grundschule inzwischen den Anforderungen des Ganztagsbetriebs gewachsen.

In einem der neuen Räume, in der Mensa, erläuterten Britz und GMS-Vertreter Claus Kürsteiner, warum sich die Bauarbeiten so lange hingezogen haben. Das habe vor allem daran gelegen, dass einer der Bauunternehmer insolvent wurde.



  Die große rote Hangrutsche, die jetzt auf den Anbau führt, erinnert an die Zeit, als das jetzt bebaute Gelände noch Pausen-Spielplatz für die ABC-Schützen war.

Klar, dass die Schüler in ihren Pausen das Toben nicht lassen, und sich dazu andere Flächen auf dem Schulgelände suchten.

Zu ihren favorisierten Stücken zählte dabei ein Fleckchen in Hanglage – wie sich dort inzwischen unschwer erkennen lässt. „Das wurde als Schmuckgrün geplant und angelegt“, erklärte Grünamtsleiterin Carmen Dams vor Ort. Bis auf wenige Stäucher ist vom Schmuckgrün nichts mehr zu sehen. Staubig ist der Hang geworden. Regen spült Erde auf das Pflaster am Haupteingang der Schule.

Neu bepflanzen und ein paar Spielgeräte einbauen, so der Vorschlag der Eltern. Unmöglich, meinte Dams. Auch nicht mit Kunstrasen. Den Hang wetterfest zu machen, gehe ihrer Meinung nach allenfalls mit Spritzbeton. Dams Fazit: Vegetation und Spielen am Hang einerseits und die Vermeidung von Schmutz andererseits schließen sich aus.

Am Ende einigten sich Britz und die Elternvertreter darauf, dass im Herbst die Fachleute von der Ochsenfurter Spielbaustelle das Gelände unter die Lupe nehmen und Vorschläge für eine Umgestaltung machen sollen.

Kürsteiner berichtete, dass in den Herbstferien endlich die Fenster des Altbestandes durch moderne Fenster ersetzt werden.

Im Namen der Eltern forderte Hermann Josef Anton außerdem, die einzügige Grundschule aus ihrem Dasein als Dependance zu entlassen und sie wieder zu einer eigenständigen Schule zu machen. Britz kündigte an, das prüfen zu lassen. Jürgen Ziebuhr kritisierte den Elternbringdienst per Pkw, der alltäglich zu Chaos führe. Statt mit Elternhaltestellen dem Druck nachzugeben fordert er im Sinne der Sicherheit für die Verkehrsanfänger ein Halteverbot vor Einrichtungen wie Grundschulen.