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Karstadt Kaufhof-Filialen in Saarbrücken entgehen Schließung

Aufatmen bei Mitarbeitern : Saarbrücken behält seine beiden Karstadt Kaufhof-Filialen

Anders als die Filiale in Neunkirchen entgehen die beiden Niederlassungen der Handelshauskette in der saarländischen Landeshauptstadt einer Schließung.

Aufatmen für die insgesamt 260 Angestellten der beiden Galeria Karstadt Kaufhof-Niederlassungen in Saarbrücken. Die beiden Filialen in der Bahnhofsstraße bleiben vorerst von den geplanten Schließungen innerhalb der Kaufhauskette verschont.

„Karstadt und Kaufhof prägen seit Jahrzehnten das Bild unserer Innenstadt. Ich bin froh und erleichtert, dass die beiden Häuser in Saarbrücken weitergeführt werden sollen“, teilt Oberbürgermeister Uwe Conradt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Gerade jetzt bräuchten die dortigen Mitarbeiter „Hoffnung und Zuversicht“, da diese sich durch die Corona-Pandemie ohnehin schon in einer schwierigen Situation befänden. Gleichzeitig bedauert der OB die angekündigte Schließung der Karstadt Kaufhof-Filiale in Neunkirchen. „Wenn solche großen Häuser leer stehen, stellt das die Innenstädte immer vor immense Herausforderungen“, sagt Conradt.

Auch Michael Genth, Vorsitzender des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe, betont die Bedeutung der großen Kaufhäuser. Die beiden Filialen in Saarbrücken würden zu den „großen Ankerflächen für den innerstädtischen Einzelhandel“ zählen und viel zur Attraktivität der Stadt als Einkaufstandort beitragen. Die Schließung der Filiale in Neunkirchen bezeichnet er als „ein herber Schlag.“ Doch auch für den Einzelhandel im Regionalverband sei es nun wichtig, dass Mietbedingungen „partnerschaftlich angepasst“ würden und dass man sich – wie im Fall der Karstadt Kaufhof-Filialen – in einen gemeinsamen Dialog begebe, betont Genth. Nur durch einen entsprechenden wirtschaftlichen Rahmen könne man Saarbrücken als Wirtschaftsregion halten und auch die überregionale Bedeutung stärken.