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Kampagne „Molschd wählt“ machte am Mittwoch weiteren Stadtteilrundgang

Lebensqualität in Saarbrücken : Bürger tun was für ein schöneres Malstatt

Malstatter wollen mehr Lebensqualität in ihren Stadtteil bringen. Dafür engagieren sie sich in der Kampagne „Molschd wählt“.

Teil der Kampagne „Molschd wählt“ war Mittwoch ein Rundgang durch Malstatt. Daran nahmen neben Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil Bezirksbürgermeister Stefan Brand (CDU) und Mitglieder zahlreicher Fraktionen aus dem Bezirksrat Mitte teil. Zudem war die Leiterin des Amts für Stadtgrün, Carmen Dams, auf Einladung des Bezirksbürgermeisters für die Stadt Saarbrücken beim Termin.

Die Veranstaltung sollte anknüpfen an ein Treffen vom Januar dieses Jahres. Damals hatte es ebenfalls auf Betreiben von „Molschd wählt“ einen ersten Rundgang mit Politikern des Bezirksrates gegeben. Themen waren unter anderem das Umbauvorhaben für die Breite Straße und der Spielplatz auf dem Breitenbacher Platz.

Dieses Gelände und seine Erneuerung boten beim zweiten Rundgang am vergangenen Mittwoch einiges an Gesprächsstoff. „Auf dem Spielplatz standen kaum noch Geräte. Wir sind sehr froh, dass die Stadt dort neue für die Kinder installiert hat und das Anliegen so positiv von der Politik aufgenommen wurde“, sagt Eleonore Grahn, die mit vielen anderen Malstattern in der Initiative aktiv ist.

Aufgrund von Sicherheitsmängeln hatte die Stadt alte Geräte abbauen müssen.  Der Bezirksrat Mitte stellte das Geld für die Erneuerung des Spielplatzes bereit, Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün brachten die Anlage dann wieder in Schuss.

Die Bürgerinnen und Bürger nutzten zudem die Gelegenheit, weitere Anliegen rund um den Breitenbacher Platz an Amtsleiterin Carmen Dams als Vertreterin der Stadtverwaltung heranzutragen.

 Die Initiative „Molschd wählt“ besteht seit Mai 2019 und entstand vor der damaligen Kommunalwahl. Besonders das Team aus dem Malstatter Stadtteilbüro der Diakonie Saar hatte an der Gründung der Kampagne mitgewirkt und unterstützt sie nach wie vor tatkräftig. So sind beispielsweise alle Treffen der Gruppe in den Räumen des Stadtteilbüros.

Anlass zur Gründung war die geringe Beteiligung an den vorherigen Kommunalwahlen. „Es ist daraufhin eine Gruppe von rund 20 Personen entstanden, die die Menschen im Stadtteil nach ihren Wünschen an die Kommunalpolitik befragt hat“, berichtet Eleonore Grahn. Daraus seien zunächst eine Prioritätenliste und schließlich drei Arbeitsgruppen – für Mobilität, Zusammenleben und Maßnahmen gegen Armut – entstanden.

Die AG Mobilität hatte besonders den Autoverkehr, das Falschparken sowie die Förderung des Fahrradverkehrs auf der Liste ihrer Arbeitsziele. Beim Zusammenleben lag der Schwerpunkt auf der Sauberkeit des Stadtteils und der Schaffung von Gemeinschaftsräumen für die Malstatter. Die dritte AG hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

„Wir wollten ein Bewusstsein dafür schaffen, was wir zusammen erreichen können, wenn wir unsere Interessen gegenüber der Politik artikulieren und gleichzeitig aktiv mitarbeiten“, sagt Grahn. Man unterhalte mittlerweile sehr gute Kontakte zu Kommunalpolitikern vieler Parteien und habe das Gefühl, dass diese Politiker die Anliegen wirklich ernst nehmen.

Daher zeigen sich die Mitglieder der Initiative mit den Ergebnissen sehr zufrieden, auch wenn einige Aktionen wegen der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Mittlerweile konnte „Molschd wählt“ die Arbeit jedoch wieder aufnehmen, und die Mitglieder arbeiten bereits an den nächsten Projekten.