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Kriminalstatistik
Junge Liberale und AfD fordern mehr Polizisten in Saarbrücken

Saarbrücken. „Mit Schrecken“ haben die Jungen Liberalen (Julis) nach eigenen Angaben der SZ entnommen, dass Saarbrücken zu den zehn „gefährlichsten“ deutschen Großstädten gehört. Die SZ hatte Statistiken des Bundeskriminalamtes (BKA) ausgewertet und festgestellt, dass Saarbrücken seit 2013 zu den zehn deutschen Großstädten mit den meisten registrierten Verbrechen pro 100 000 Einwohner zählt.

Außerdem hatte die SZ veröffentlicht, dass laut Landesregierung die Zahl der registrierten Gewalttaten in der Saarbrücker City von 2014 bis 2017 um 18 Prozent gestiegen ist (Artikel „Mehr Gewalttaten in der City“ vom Montag, 9. Juli).


Nach Auffassung der Julis sind CDU und SPD schuld an dieser Entwicklung. Denn es seien CDU und SPD, die an der saarländischen Polizei sparen – „personell, sachlich und finanziell“. Die Julis fordern die Landesregierung dazu auf, „in Kooperation mit der Stadt zu eruieren, welche Maßnahmen kurzfristig erforderlich und umsetzbar sind, und mittelfristig gemeinsam einen runden Tisch zu etablieren, um die Sicherheitslage in Saarbrücken verbessern zu können“.

Auch die Landtagsfraktion der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) reagierte auf den SZ-Bericht. Die AfD spricht von einem „traurigen Rekord, nachdem das Saarland früher ein relativer Hort der Sicherheit war und dies auch als Standortvorteil vorzeigen konnte“. Die AfD fordert mehr Polizei für Saarbrücken und macht unter anderem folgende Vorschläge: „Prozesse gegen Straftäter sind zeitnah zu eröffnen. Es muss verhindert werden, dass Straftäter wegen Überlastung der Justiz auf freien Fuß kommen. Die Grenze zu Frankreich ist in den Abendstunden und an Wochenenden effektiv zu kontrollieren zur Eindämmung der Grenzkriminalität und der Abwehr bzw. Ergreifung krimineller Franzosen mit Migrationshintergrund, die Saarbrücken unsicher machen.“ Diese Stellungnahme gab Bernd Krämer, Pressesprecher der AfD-Fraktion im saarländischen Landtag, gegenüber der SZ ab.