| 20:24 Uhr

Technik-Wettbewerb
Kluge Köpfe steuern Wettkampf der Roboter

Jochen Palz (links) und Philip Hoffmann von der HTW präsentierten in der Robonigt, was sie ihrem Roboter „UR 3“ beigebracht haben.
Jochen Palz (links) und Philip Hoffmann von der HTW präsentierten in der Robonigt, was sie ihrem Roboter „UR 3“ beigebracht haben. FOTO: BeckerBredel
Regionalverband. Programmierwissen haucht Apparaten Leben ein. 15. Saarbrücker Robo-Night soll junge Leute für die Technik begeistern. Von Andreas Lang

Wie von Geisterhand gesteuert, bewegen sich die aus Lego-Steinen gebauten Fahrzeuge über die Strecke und meistern dort mehrere Aufgaben. Sensoren halten die Vehikel in der Spur. Was die kleinen Fahrzeuge können, das verdanken sie jungen Programmierern. Schüler haben damit Spielzeuge in Roboter verwandelt. Und die schickten sie bei der 15. Robo-Night der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) am vergangenen Samstag ins Rennen um Punkte und Sekunden.


Zehn Teams aus Gymnasiasten nahmen an diesem spannenden Wettkampf der Roboter teil. In drei Workshops im September und Oktober hatten sie den grundlegenden Umgang mit den programmierbaren Lego-Robotern erlernt, ehe sie sich Ende Oktober dem Vorentscheid für das Finale vom vergangenen Samstag zu stellen hatten. Die Aufgaben aus dem Themenfeld der Elektromobilität kannten sie erst seit dem Wettkampfmorgen.

Auf der ersten Strecke waren drei Windräder in Betrieb zu nehmen und vorher einem letzten Funktionstest zu unterziehen. Am Ziel sollte der Roboter die Energie ins Stromnetz einspeisen, was dadurch symbolisiert wurde, dass er mit der Spitze seines Arbeitsarmes einen Schalter betätigte und eine Glühbirne einschaltete.



Auf Stecke zwei waren bei einer Rundfahrt Kontrollpunkte abzufahren, ehe die Ladestation erreicht wurde. Station drei sollte schließlich den Recycling-Prozess der Elektrofahrzeugbatterien simulieren. Die dafür nötigen Programme waren so zu formulieren, als müssten sie einen Industrieroboter steuern.

„R2T2“ nannten Ruwen Gebhardt und Tom Holzmann vom Völklinger Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) ihren Roboter, inspiriert vom quietschenden und pfeifenden Vorbild aus der „Star Wars“-Reihe, „R2D2“.

Die andere Schreibweise erklärt sich aus den Initialen der Vornamen der beiden Tüftler. Die beiden machten zum dritten und damit letzten Mal bei der Robo-Night mit. Es sind nur drei Starts erlaubt. Den Tüftlern zufolge haben sie ihren Roboter bereits in der Schule gebaut. In einer Arbeitsgruppe hätten sie dazu Gelegenheit gehabt. Die Aufgaben erfuhren sie erst beim Eintreffen am Wettkampf-Ort. „Wir haben uns das dann angeschaut, analysiert und programmiert“, sagt Tom. Die zur Verfügung stehende Zeit haben sie dabei voll ausgenutzt.

Dafür wichen sie bewusst und kreativ vom Bauplan ab und hofften, damit entscheidende Punkte zu sammeln. Denn Geschwindigkeit ist zwar in diesem Wettbewerb wichtig, aber nicht alles. Während es für die Lösung der einzelnen Aufgaben-Bestandteile jeweils zehn Punkte gibt, werden die Zeitpunkte gestaffelt. Die vollen zehn Punkte bekommt der Schnellste, der Zweite nur noch neun. Doch Vorsicht: Wer nicht alle Aufgaben Schritt für Schritt löst, geht auch bei den Zeitpunkten leer aus.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft teilt mit, sie wolle mit diesem Wettbewerb möglichst viele talentierte Schüler für Technik begeistern. Professorin Martina Leser, die Leiterin des Projektes Robo-Night an der HTW, sagt: „Der Wettbewerb vermittelt den Jugendlichen einen wertvollen Einblick in die Welt der Technologie. Sie können erste Erfahrungen mit Mechanik, Sensorik, Konstruktion und Programmierung machen und entdecken, welche Möglichkeiten diese Bereiche bieten.“

Die Platzierungen bei der 15. Robo-Night in Saarbrücken 
Platz 1: „hikhb“, Otto-Hahn-Gymnasium Saarbrücken, 127 Punkte.
Platz 2: „Marvel Team“, Warndt-Gymnasium Völklingen, 119 Punkte.
Platz 3: „R2T2“, Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen, 115 Punkte.