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Junge Leute beschreiben Saarbrücken in Buch der Hochschule für Musik

Saarbrücken : Junge Leute beschreiben Saarbrücken

Die Hochschule für Musik Saar will ein Buch veröffentlichen, in dem Jugendliche in Prosa, in Gedichten und auf Fotos vermitteln, wie sie ihre Heimatstadt erleben. Das Kultusministerium gibt einen Zuschuss.

Die Hochschule für Musik Saar (HfM Saar) hat am Mittwoch ihr neues Buchprojekt gestartet. Die Autoren des Buches sollen Saarbrücker Jugendliche sein. „Es geht uns darum, die Stadt aus den verschiedenen Blickwinkeln der Jugendlichen kennenzulernen. Wir möchten sie dazu ermutigen, ihr ganz persönliches Saarbrücken mit eigenen Texten, Gedichten oder auch Fotos im Buch vorzustellen“, sagt Matthias Handschick, Professor für Musikpädagogik an der HfM Saar.

Dadurch wolle man auch den Saarbrückern einen anderen Blick auf ihre Stadt eröffnen. Zudem gehe es auch generell um das Thema der ästhetischen Bildung von Jugendlichen.

„Wir haben uns zunächst einmal auf die Themen literarisches Schreiben und Fotografie konzentriert, um möglichst viele Jugendliche begeistern zu können. Langfristig ist aber auch ein Ziel, dass die Jugendlichen Spaß an Kunst haben und dadurch eine Neugier auf weitere künstlerische Bereiche entwickeln“, fügt Handschick hinzu.

Die Teilnahme ist kostenlos und das Angebot richtet sich an Jugendliche aller Altersklassen, die sich für das Projekt interessieren. Das saarländische Kultusministerium unterstützt die Aktion finanziell. Dadurch konnten unter anderem zwei studentische Mitarbeiterinnen eingestellt werden, die das Projekt zusammen mit Handschick begleiten.

Die wöchentlichen Treffen finden ab sofort immer mittwochs um 18.30 Uhr in den Räumen des Jugendzentrums in der Saarbrücker Försterstraße statt. Interessierte Jugendliche können jederzeit einsteigen, auch wenn sie bei den ersten Terminen nicht dabei waren. Eine exakte Vorstellung, wie das Buch am Ende aussehen soll, gibt es dabei bisher noch nicht.

„Es reizt mich ungemein, den künstlerischen Prozess gemeinsam mit den Jugendlichen zu gestalten und zu schauen, wohin genau der Weg uns führt“, erläutert der Musikpädagoge, der vor seiner Tätigkeit an der HfM 14 Jahre als Deutschlehrer arbeitete.

Die 18-jährige Alina Brauer aus Saarbrücken hat schon einige Ideen, wie sie ihr eigenes Bild der Stadt zeigen will: „Ich habe schon einige Orte im Kopf, über die ich schreiben möchte. Ich lese in meiner Freizeit sehr gerne und schreibe auch schon an eigenen Texten. Daher trifft das Buchprojekt genau meine Interessen.“

Die Arbeiten am Buch sind auf mehrere Monate bis zum Herbst angelegt. „Wir haben die Hoffnung, dass das Buch zum Weihnachtsgeschäft im freien Handel erhältlich ist“, blickt Matthias Handschick voraus, „es wäre ein Traum, wenn wir eine Auflage von 1000 Stück erreichen könnten. Wir wären aber auch schon mit weniger zufrieden.“ Der Verkaufserlös soll der kulturellen Jugendarbeit zugutekommen.