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Jung und Alt spielen in Saarbrücker Stadtbibliothek

Gesellschaftsspiele sind weiterhin beliebt : Jung und Alt spielten in Saarbrücker Stadtbibliothek

Der Spielenachmittag war Teil einer Aktion mit rund 180 Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

(hod) „Spielen ist ein dem Menschen innewohnendes Prinzip“, sagte der Schriftsteller Edmund Burke einmal. Diesem Prinzip sind am Samstag während eines Spielenachmittags in der Stadtbücherei Jung und Alt gefolgt. Die Saarbrücker Veranstaltung war Teil des Projekts „Stadt-Land-Spielt“, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Thema „Spiel“ in der Gesellschaft voranzubringen. Im Zuge der „Tage des Gesellschaftsspiels“ fanden daher am Wochenende über 180 Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Außer in Saarbrücken spielten die saarländischen Brettspielfans auch in Merzig und Ottweiler.

Während draußen der Regen auf die Straßen prasselte, wurde drinnen fleißig gespielt. „Wir wollten einfach mal ein paar neue Spiele ausprobieren. Deswegen sind wir heute hier“, sagte Petra Hoffmann, die mit ihren zwei Kindern aus Elversberg gekommen war. Sie würden auch zu Hause gerne und viel zusammen spielen, und hier hätten sie die Möglichkeit, Neues kennenzulernen. „Wir spielen eigentlich so ziemlich alle Arten von Spielen“, sagte Petra Hoffmann. Besonders hoch im Kurs seien allerdings Kartenspiele, da sie die auch unterwegs gut spielen können.

„Die Teilnehmeranzahl heute ist wirklich erfreulich, doch da geht noch etwas mehr“, sagte Hans-Jürgen Stemmer. Er war am Samstag als Spiel-Erklärer mit dabei. Stemmer ist Mitglied des Vereins „Spielelagune Saar“. „An dem Spielenachmittag heute ist unser Verein nicht als Organisator beteiligt. Die Teilnahme bei ,Stadt-Land-Spielt’ haben die Mitarbeiter der Stadtbibliothek auf den Weg gebracht“, sagte der Saarbrücker. Der Verein biete jedoch zusammen mit der Bibliothek jeden zweiten Dienstag einen offenen Spieletreff in den Bibliotheksräumen an. Dieser sei auch gut besucht. „Es gibt in Deutschland ein großes Interesse an Gesellschaftsspielen“, fügte er hinzu. Die Konkurrenz von digitalen Angeboten sei natürlich vorhanden. „Doch unsere Erfahrung zeigt, dass gerade auch Kinder nach wie vor Spaß daran haben, wenn man mit ihnen spielt“, sagte Hans-Jürgen Stemmer.