Jugendamt Saarbrücken; Jugendschutz gilt auch an Fastnacht!

Kostenpflichtiger Inhalt: Jugendschutz : Kein Alkohol für Funkenmariechen

Das Jugendschutzgesetz gilt auch an Fastnacht. Also kein Alkohol und kein Tabak für Minderjährige. Darauf weist das Jugendamt hin.

Ausnahmezustand. Alles geht. Regeln sind nur noch unverbindliche Angebote. Irgendwie passt schon alles. Regeln? Stellt euch mal nicht so an!

So sieht der ein oder andere die Fastnacht. Eine Sichtweise, die Folgen haben kann. Darauf weist das Jugendamt des Regionalverbands Saarbrücken hin.

„Wenn die Narren in der fünften Jahreszeit wieder regieren, werden bei der Abgabe von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche mitunter die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes nicht immer beachtet“, heißt es in einer Mitteilung des Jugendamts. Problematisch sei es, „sollten Jugendliche zu viel Alkohol konsumieren oder alkoholische Getränke an sie abgegeben werden, die nicht für ihre Altersklasse geeignet sind“. Auch das Verbot der Abgabe und des Konsums von Tabakwaren oder nikotinhaltigen Erzeugnissen, elektronischen Zigaretten und Shishas an beziehungsweise durch Jugendliche werde während der närrischen Zeit weniger beachtet, weiß man im Amt. Das Jugendamt weist deshalb darauf hin, dass auch während der Fastnachtszeit und bei Fastnachtsveranstaltungen die Regelungen des Jugendschutzgesetzes einzuhalten sind.

 Das Jugendschutzgesetz regele die Abgabe und den Konsum von Alkohol ganz klar: In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Bier, Wein, wein­ähnliche Getränke oder Schaumwein an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden. Dazu zählen auch Mischungen mit nichtalkoholischen Getränken. Andere alkoholische Getränke oder Lebensmittel, die Alkohol in nicht nur geringer Menge enthalten, sowie alkoholhaltige Süßgetränke im Sinne des Alkopopsteuergesetzes dürfen weder an Personen unter 18 Jahren abgegeben noch von diesen verzehrt werden.

Auch für das Rauchen in der Öffentlichkeit und den Verkauf von Tabakwaren gelten im Karnewal keine anderen Regeln als sonst. Und zwar: In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren und andere nikotinhaltige Erzeugnisse an Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen oder der Konsum nikotinhaltiger Produkte gestattet werden. Dies gilt auch für nikotinfreie Erzeugnisse, wie elektronische Zigaretten oder elektronische Shishas, in denen Flüssigkeiten durch ein elektronisches Heizelement verdampft und die entstehenden Aerosole mit dem Mund eingeatmet werden.

„Gerade auch Faschingsumzüge sind in diesem Zusammenhang eine Veranstaltung in der Öffentlichkeit und werden von den Jugendschutzbestimmungen erfasst“, betont das Amt. Kontrolliert werde das vom Ordnungsamt und der Polizei. Das Jugendamt selbst versucht es im Guten: „Bitte unterstützen Sie aktiv Jugendschutz, und berücksichtigen Sie die gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzgesetzes auch im Fasching“, wirbt es.

Info: Jugendamt Regionalverband Saarbrücken, Tel.: (06 81) 506-51 54