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Ist dieser mobile Blitzer eine Gefahr?

Anwohner verärgert : „Blitzer“ in Saarbrücken als Gefahrenquelle

Anwohner verärgert wegen mobile Verkehrüberwachung auf der Fahrbahn hinter einer Kurve – eine Gefahrenquelle? – Auch Befürworter aus der Nachbarschaft

Das ist diese Art von Foto, bei denen der Fotografierte garantiert nicht freundlich lächelt: Ein Aufreger in der Güdinger Bergstraße gab es am Mittwoch, 24. März – ein schwerer mobiler „Blitzer“, der dort auf der Fahrbahn der ohnehin engen Straße steht. Der wie ein Auto-Anhänger wirkende Geschwindigkeits-Messer wurde dabei so in der Kurve (siehe Foto) abgestellt, dass sich Bürger die Frage stellen, ob der Anhänger nicht eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellt, da ihn Autofahrer, die um besagte Kurve biegen, erst relativ spät sehen können. „Eigentlich müsste die Polizei einschreiten“, so ein Autofahrer der bei einem entgegenkommenden Fahrzeug wegen dem Blitzer beinahe einen Auffahrunfall verursacht hätte. Riskiert die Stadt Saarbrücken mit ihrem „Blitzer“ selbst Unfälle, statt sie zu verhindern? Ein Stellungnahme der Verantwortlichen steht noch aus, und der Blitzer war einen Tag später auch schon wieder abgebaut.

Er fand aber auch Befürworter, wie die E-Mail einer Frau an die Saarbrücker Zeitung, die dort oft unterwegs ist, zeigt. Sie schreibt unter anderem: „Dieser Anhänger stand nicht in einer Kurve. Diese Kurve ist zirka 70 Meter von dem Anhänger entfernt.“ Zudem sei auf beiden Fahrbahnseite kein Halteverbot angeordnet, was ja bedeute, dass dort Fahrzeuge parken dürfen. Auch sei die Restfahrbahnbreite neben dem Anhänger deutlich breit genug gewesen. Zudem werde in dem Gebiet oft gerast, so seien sie und eine Freundin bezüglich des „Blitzers“ froh gewesen, „dass da jetzt endlich mal was passiert,“ zumal in dem Wohngebiet auch viele Familien mit Kindern wohnen. Und dass der bei angemessener Geschwindigkeit frühzeitig zu erkennen Anhänger den Verkehr ausbremse sei ja „gar nicht so schlecht“.

Die Leserin weist zudem auf unschöne Umgangsformen hin, weil sie mitgehört habe, wie die Männer, die den mobilen „Blitzer“ aufstellten, von einem Autofahrer beleidigt worden seien.