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Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
Gruppen greifen Afghanen und ein Shisha-Café an

Zwei Angriffe haben die Polizei am Sonntag in Saarbrücken in Atem gehalten.
Zwei Angriffe haben die Polizei am Sonntag in Saarbrücken in Atem gehalten. FOTO: dpa / Carsten Rehder
Saarbrücken. Die Attacke einer größeren Personengruppe auf zwei Afghanen in der Kaiserstraße in Saarbrücken und kurz darauf der Angriff einer größeren Gruppe auf ein Shisha-Café in der Dudweilerstraße nur wenige Meter vom ersten Tatort entfernt haben am Sonntagabend die Polizei in Atem gehalten. Von Marcus Kalmes

Insgesamt gab es drei Verletzte. Die Hintergründe beider Angriffe sind unklar. Offen ist auch, ob die Vorfälle in einem Zusammenhang stehen.


Die Polizei bestätigte am Montag auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung, dass am Sonntag gegen 22 Uhr eine größere Personengruppe das Shisha-Café in der Dudweilerstraße angegriffen hat. Dabei sei die komplette Glasfront des Ladens zerstört worden. Stühle und Tische im Eingang seien umgeworfen worden. Ein Mitarbeiter des Shisha-Cafés ist bei dem Angriff nach Polizei-Angaben verletzt worden.

Die Täter konnten flüchten. Nach SZ-Informationen sollen es bis zu 20 Angreifer gewesen sein. Einige sollen in Autos mit Kennzeichen von außerhalb Saarbrückens gekommen sein. Die Polizei soll mit bis zu neun Streifenwagen im Einsatz gewesen sein.



Knapp eine Stunde zuvor waren zwei Afghanen in der Kaiserstraße angegriffen und verletzt worden. Sie wurden gegen 20.55 Uhr laut Polizei aus einer Personengruppe heraus mit Faustschlägen und Tritten attackiert. Auch in diesem Fall konnten die Täter flüchten.

In Saarbrücken gab’s zuletzt Auseinandersetzungen von Gruppen mit Migrationshintergrund. Ob ein Zusammenhang dazu besteht, ist unklar. Die Polizei vernimmt Beteiligte der Vorfälle vom Sonntag. Ergebnisse stünden aber noch aus.