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In der Kufa entsteht die Fancy Pop-Up Gallery mit Fotokulissen

Angesagtes Konzept : In dieser Galerie ist jeder selbst der Star

Die Fancy Pop-Up-Gallery in der Saarbrücker Kufa bietet Kulissen für unverwechselbare Bilder – als eine Art begehbares Fotostudio.

In der Fancy Pop-Up-Gallery kann man in einem Eisblock einfrieren, in einem Flieger sitzen, mit übergroßen Teddybären frühstücken oder mit Flamingos kuscheln. Walter Ries, im Saarbrücker Nachtleben bekannt als ehemaliger Betreiber von Diskotheken, hatte seine Läden vor der Corona-Krise bereits verkauft und war mit einer Social-Media-Agentur an den Start gegangen. In Berlin und Köln stieß er auf ein Konzept, dass er jetzt nach Saarbrücken holt und das junge Leute begeistern soll: die Fancy Pop-Up-Gallery in der Kulturfabrik (Kufa). Die dortige Großraumdisco ist seit Monaten im Lockdown. Ries mietete die Kufa an. Dann fragte er Messe- und Kulissenbauer und warb Sponsoren an, um eine Art begehbares Fotostudio zu erschaffen. 30 Kulissen hat er aufbauen lassen, die alle unterschiedlich sind und zum Fotografieren anregen sollen. Wer schöne Motive mit seinem Handy sucht, kann sich hier austoben.

Noch ist die Fancy Pop-Up-Gallery eine Baustelle, die Handwerker arbeiten bis Weihnachten. Die SZ durfte sich umsehen und einige Kulissen fotografieren, wobei die Lichtsetzung noch nicht erfolgt ist. Wir mussten blitzen, später werden die Fotoecken alle ausgeleuchtet sein, sagt Ries. „Sobald der Lockdown beendet ist, im Januar, Februar oder März sind wir startklar. Wir lassen dann immer 30 Menschen für zwei Stunden in die Location, wobei sich die Leute in der 2500 Quadratmeter großen Fläche so verteilen können, dass Hygienevorgaben unproblematisch sind“, so der Organisator. Nach zwei Stunden komme die nächste Gruppe. So habe jeder Zeit, alle Kulissen auszuprobieren.

Die Zeitfenster könne man über das Internet buchen. Die Location ziele auf die jugendliche Zielgruppe, auf Junggesellenabschiede oder Firmengruppen. „Die vergleichbaren Anbieter sind sehr feminin und sprechen mit ihren Kulissen vor allem junge Mädchen an. Wir halten es etwas neutraler und machen auch Sets für Männer“, erklärt Ries, der nur eine rein pinkfarbene Kulisse aufbauen ließ. Influencer und Fotografen wolle er ebenfalls ansprechen – hier könnten sich alle austoben, der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt und Requisiten halte er ebenfalls vor. Das hätten die vergleichbaren Anbieter in den Großstädten nicht. Insofern rechne er schon mit großen Andrang. Anfangs werde die Fancy Pop-up-Gallery sicherlich gut belegt sein. Später will er mit saisonalen Dekorationen locken. Das Ganze  sei auf ein Jahr angelegt. Dann werde man sehen, ob es Ermüdungserscheinungen gibt oder man es ausdehnen kann.

Seit sechs Wochen arbeiten Handwerker in der Kufa, dabei hätten sich zwölf regionale Messebaufirmen und Dekorateure über die Aufträge gefreut. „Zum Teil hatten die gar nicht mehr damit gerechnet, dass das Telefon klingelt“, so Ries. Er sitzt auf einem übergroßen goldenen Gorilla, als er uns sein Konzept erklärt. Nebenan steht eine Flugzeugturbine, in die man sich hineinstellen kann. An der Wand gegenüber steht der Teil eines Flugzeugs, die Tür öffnet sich, innen wurde Rasen verlegt, die Fototapete zeigt Berge. Wer hier keine Motive findet, hat keine gesucht.

fancypopupgallery.de