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Im Saarland mussten Feuerwehr und Rettungsdienst an Ostern fünf Mal ran

Einsatzreiches Osterwochenende im Saarland : Feuerwehr muss etliche Brände löschen

Am Osterwochenende hat es im Saarland mehrmals gebrannt. Bei einem Feuer kam ein Mensch ums Leben, viele weitere wurden verletzt.

Hinter den Feuerwehren im Saarland liegt ein einsatzreiches Osterwochenende. In der Nacht zum Samstag brannte in Vöklingen ein Dachstuhl in einem ehemaligen Hotel in der Straße zur Turnhalle. Eine Person kam bei dem Brand ums Leben. Eine weitere Person wurde verletzt, 15 Menschen wurden gerettet und vom Rettungsdienst betreut. Das ist die Bilanz von Holger Neubert von der Einsatzleitung Rettungsdienst nach einem Feuer, das gegen 4 Uhr früh gemeldet worden war.

Die Feuerwehr Völklingen musste einen lichterloh brennenden Dachstuhl löschen, die betroffenen Anwohner wurden in der nahen Kulturhalle untergebracht. Im Einsatz waren mehrere Rettungs- und Notarztwagen, die Feuerwehr Völklingen mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, die Malteser Verpflegung- und Betreuungseinheit, Ordnungsamt und Polizei. Die Straßen an der Turnhalle mussten für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Brandursache ist unklar, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Am Ostersonntag mussten die Einsatzkräfte zu einem Großeinsatz nach Dilllingen ausrücken. In der Marktstraße brannte eine Wohnung. Kurz nach 15 Uhr berichteten Anrufer von einem Feuer im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und davon, dass Menschen in Gefahr seien, da nicht alle das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten. Die Feuerwehr Dillingen ging also vom Schlimmsten aus und alarmierte Unterstützung aus Saarlouis und Nalbach.

Vor Ort mussten mehrere Menschen über Leitern aus dem Haus gerettet werden. Dichter schwarzer Qualm drang aus den Fenstern und hatte sich auch im Haus ausgebreitet. Durch das Treppenhaus war eine Flucht ins Freie nicht mehr möglich. Zwei Drehleiterwagen waren daher auf beiden Seiten des Gebäudes in Stellung gebracht worden, Anwohner konnten über den Drehleiterkorb gerettet werden, sieben Personen wurden über Steckleitern gerettet. Der Rettungsdienst war mit mehreren Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz, die Einsatzleitung Rettungsdienst und der Leitende Notarzt koordinierten das Vorgehen. Aus dem benachbarten Luxemburg war zudem ein Rettungshubschrauber angereist. 53 Feuerwehrleute hatten das Feuer nach einer guten halben Stunde schließlich erfolgreich löschen können.

Neun Personen erlitten Verletzungen, sechs von ihnen wurden in Kliniken gebracht, drei wurden ambulant vor Ort behandelt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei wird Ermittlungen aufnehmen, sobald man die ausgebrannte Wohnung betreten könne, hieß es. Sie meldete später, dass eine Hauskatze bei dem Feuer starb. Weitere Haustiere, eine Katze und zwei Vögel seien von der Feuerwehr gerettet worden. Das Haus sei nicht mehr bewohnbar. Im gesamten Innenstadtbereich rund um den Marktplatz Dillingen kam es aufgrund des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen, die Marktstraße und die Lotteriestraße waren während des Einsatzes voll gesperrt. Viele Schaulustige verfolgten den Einsatz, Videos vom Brand kursierten noch während der Löscharbeiten im Internet.

Vier Verletzte gab es zudem in der Nacht zum Samstag bei einem Wohnhausbrand in Saarbrücken-Burbach. In Baltersweiler im Kreis St. Wendel brannte am Samstag außerdem ein Wohnmobil, ein 80-Jähriger wurde verletzt.

 Am Ostersonntag brannte eine Wohnung in Dillingen. Neun Personen erlitten Verletzungen, sieben wurden in Kliniken gebracht.
Am Ostersonntag brannte eine Wohnung in Dillingen. Neun Personen erlitten Verletzungen, sieben wurden in Kliniken gebracht. Foto: BeckerBredel

Gegen 20 Uhr am Ostersonntag war der Feuerwehr Wadgassen schließlich noch ein Waldbrand gemeldet worden. Fünf Löschfahrzeuge rückten aus. Nach längerer Suche konnten die Einsatzkräfte den Brandherd in einem Waldgelände nahe des Park&Ride-Parkplatzes bei der Autobahnanschlussstelle Wadgassen ausmachen. Der vermeintliche Waldbrand entpuppte sich allerdings als brennender Hochsitz. Feuerwehr und Polizei gehen von Brandstiftung aus.