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Esther Bach
„Ich habe schon im Studium Landschaften gemalt“

Bischmisheim. Esther Bach lädt zu einem Tag der offen Tür in ihr Atelier und zeigt Bilder, die bei einem Aufenthalt in Schwedt entstanden

Es muss eine grandiose Landschaft sein, rund um Schwedt im Nationalpark Untere Oder. Denn auch wer Schwedt nicht kennt, sieht in den Gemälden von Esther Bach, die vor Ort entstanden sind, dunkle Waldstücke kontrastiert von grünen Wiesenflächen, helle Wasserläufe, Dämme, fast schon exotisch anmutende Pflanzen und Blätter.


„Die Arbeiten sind alle von der Natur um Schwedt inspiriert“, erläutert Bach ihre neuesten Gemälde. Bach malte schon immer, ist Kunstlehrerin und arbeitet an der Gemeinschaftsschule Güdingen. Seit dem Jahr 2003 setzt sie sich intensiv mit der Malerei auseinander, denn seither fließt eine Weiterbildung zur Gestalttherapeutin in ihre Kunstwerke ein.

„Durch die intensive Beschäftigung damals bin ich bestärkt worden“, erklärt sie dazu. Seither hat sie ihre Gemälde in diversen Ausstellungen gezeigt. Den Besuchern wird in Erinnerung geblieben sein, dass sie in ihrer Malerei meist das Tanzen im Allgemeinen und den Tango im Speziellen umgesetzt hat. „Ja, ich bin Tangofanatiker“, sagt sie und lacht. Daher sind ihre neuesten Gemälde, die expressionistisch vereinfachte, aber sehr ausdrucksstarke Landschaften zeigen, eine kleine Überraschung.

„Ich habe schon im Studium viele Landschaften gemalt. Die aktuellen sind alle diesen Sommer beim Landschaftspleinair in Schwedt entstanden“. Dieses Landschaftspleinair ist eine Ausschreibung des Kunstvereins von Schwedt. Der sucht jedes Jahr aus vielen Bewerbungen Künstler aus, die nach Schwedt eingeladen werden, um sich dort in der Gruppe mit dem Ort künstlerisch auseinanderzusetzen.

Bach verbrachte daher im Juli zwei Wochen in Schwedt, in denen sie viel mit dem Rad im Nationalpark unterwegs war, sich beeindrucken ließ, vor Ort skizzierte und dann im Atelier in Schwedt Gemälde anfertigte.



Dabei herausgekommen sind diverse Skizzen, aber insbesondere auch acht Leinwände, darunter eine großformatige Arbeit. Und in allen herrscht die Farbe Grün vor, von zartem Gelbgrün bis hin zu ausdrucksvollem Blaugrün. Esther Bach hat die Farben lasierend, durchscheinend, aufgetragen. In den kleineren Gemälden hat sie Details der Landschaft wie Knospen, Blüten oder Blätter großformatig und vereinfacht umgesetzt, ein Gemälde dagegen zeigt die ruhige, stille, beeindruckende Landschaft in Gänze.

Die Gemälde strahlen allesamt viel Ruhe und Liebe zur Natur aus. Und nachdem sie bis jetzt in einer Ausstellung in Schwedt gezeigt wurden, sind sie nun im Atelier der Künstlerin angekommen. „Daher möchte ich sie gerne bei einem Tag des offenen Ateliers zeigen“, erklärt Bach.

Alle Gemälde, außer einem, werden am 17. Dezember zu sehen sein. Eines ist in Schwedt geblieben, dort, wo es entstanden ist.

Esther Bach öffnet am Sonntag, 17. Dezember, von 11 bis 17 Uhr ihr Atelier in Bischmisheim, um ihre neuesten Werke aus dem Landschaftspleinair in Schwedt zu zeigen. Adresse: Am Niederweg 17, 66132 Saarbrücken.