Hochwasser-Drama „Er hat geschrien und gezittert“ – Flutkatastrophe sorgt bei Leano (4) für Albträume

Saarbrücken · Das Wasser stieg viel schneller und höher, als Michelle Steffen aus Saarbrücken-Rußhütte ahnen konnte. Sie und ihr vierjähriger Sohn befanden sich plötzlich in einer lebensgefährlichen Lage. Die 28-Jährige erzählt von der „schlimmsten Zeit ihres Lebens“.

 Die Fluten haben alles unbrauchbar gemacht: Michelle Steffen (28) und ihr Sohn Luano (4) stehen vor ihrer alten Wohnung in Rußhütte.

Die Fluten haben alles unbrauchbar gemacht: Michelle Steffen (28) und ihr Sohn Luano (4) stehen vor ihrer alten Wohnung in Rußhütte.

Foto: Laszlo Pinter

Am Freitag gegen 13 Uhr kündigte sich die Katastrophe an. Die ersten Alarmmeldungen über steigende Pegel des Fischbachs erreichten die Anwohner in Saarbrücken-Rußhütte. Michelle Steffen, eine 28-jährige alleinerziehende Mutter, erlebte das Unwetter hautnah. „Meine Mutter rief mich noch kurz vorher an, dass ich zur Sicherheit Taschen mit Kleidung für mich und meinen Sohn packen soll. Ich brachte die gepackten Taschen eine Etage höher zu meinem Vermieter Marco Salerno. Er bot mir auch an, bei ihm übernachten zu können. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, welche Ausmaße es annehmen würde und dass wir alle die Häuser verlassen müssen“, erzählt die medizinische Fachangestellte mit Tränen in den Augen.