Polizei: Hilfe für die Freunde und Helfer

Polizei : Hilfe für die Freunde und Helfer

Neuer Vorstand: Ein engagierter Förderverein sichert seit 2002 die Arbeit der Polizeiseelsorge.

Häusliche Gewalt, Verkehrsunfälle, Vergewaltigung, Raub, Totschlag, Mord – das alles müssen Polizisten im Rahmen ihres Berufsalltags erleben und bearbeiten. Die Polizei, dein Freund und Helfer – aber wer hilft den Beamten, wenn sie Todesnachrichten überbringen müssen, wenn sie auf vernachlässigte Kinder treffen oder die Reste verstümmelter Selbstmörder von den Bahngleisen einsammeln müssen?

Viele bekommen diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf, brauchen dann einen Ansprechpartner. Helfen kann dann die Polizeiseelsorge. Damit diese im Saarland nachhaltig finanziert bleibt, hat der Leitende Polizeidirektor Wilfried Pukallus zusammen mit einer Handvoll Mitstreiter 2002 den „Förderverein für Poliziseelsorge im Saarland e.V.“ gegründet. Denn damals drohte die Stelle des bereits ausgeschiedenen und nur noch ehrenamtlich tätigen evangelischen Polizeiseelsorgers Volker Junge dem Spardiktat der evangelischen Kirche zum Opfer zu fallen.

Dank des enormen Engagements des Fördervereins konnte die Polizeiseelsorge bis heute gesichert werden. Als erster Vorsitzender konnte damals Volker Junge gewonnen werden. Ihm folgte 2014 Wilfried Pukallus, der zuvor als Beisitzer und Schatzmeister eng in die Vorstandsarbeit eingebunden war. Als Stellvertreter war seit Vereinsgründung Landespolizeidekan Rolf Dillschneider aktiv.

Nun gingen die beiden Vorsitzenden in den Ruhestand und machten Platz für Jüngere. „Die Fortführung unserer Arbeit im Förderverein konnten wir sichern, denn mit Dieter Debrand haben wir einen engagierten neuen ersten Vorsitzenden gefunden, der den Förderverein als langjähriger Beisitzer bestens kennt“, sagten Wilfried Pukallus und Rolf Dillschneider.

Der 63-jährige Riegelsberger wird unterstützt von Eric Schweizer (zweiter Vorsitzender), Bruno Leinenbach (Schatzmeister) und Petra Wagner, Martin Roos sowie Andreas Rinnert (Beisitzer).

Die wichtigste Aufgabe des Fördervereins bleibt es, die Arbeit der Polizeiseelsorge zu sichern, nämlich durch das Bereitstellen finanzieller Mittel. So werden beispielsweise die Kosten für die zweitägigen Seminare der Polizeiseelsorge für Polizeibeschäftigte, die einmal jährlich stattfinden, übernommen. Gottesdienste in der Adventszeit und zum Gedenken an die verstorbenen Polizeibeschäftigten, die Bewirtung der Gäste der jährlichen Vereidigungsfeier, Helferfeste, Begegnungstage für Senioren und diverse kulturelle Veranstaltungen runden die Arbeit des Fördervereins der Polizeiseelsorge ab. Hierzu trägt die 2014 gegründete „Ökumenische Stiftung zur Förderung der Polizeiseelsorge im Saarland“ mit bei.

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