| 20:10 Uhr

Hier ist es ganz schön düster
Hier soll es doch wieder heller werden

Auf der Strecke zwischen Maybach und Quierschied fehlt die Beleuchtung. Das soll sich aber ändern.
Auf der Strecke zwischen Maybach und Quierschied fehlt die Beleuchtung. Das soll sich aber ändern. FOTO: Guenter Hofmann
Friedrichsthal/Quierschied. Klagen über fehlende Beleuchtung zwischen Maybach und Quierschied. Stadt Friedrichsthal will Abhilfe schaffen.

„Dunkelheit herrscht zwischen Maybach und Quierschied. Die Straßenbeleuchtung wurde kurzerhand demontiert. Dies geschah infolge  eines Verkehrsunfalls im Jahre 2016. Da hatte ein Autofahrer den Lichtmast im unteren Bereich der Landstraße zwischen Maybach und Quierschied umgefahren“. Das schreibt uns Günter Hofmann aus Bildstock, der nicht nur Naturschutzbeauftragter ist, sondern auch sonst mit wachem Blick und offenem Ohr unterwegs ist.


Anstatt besagten Lichtmast zu reparieren oder nur zu entfernen, seien alle Lichtmasten auf dieser Strecke weggekommen. Und das, obwohl die restliche Beleuchtung noch intakt gewesen sei. „Das können wir so nicht hinnehmen“ habe ihm, Hofmann, Elfriede Schmidt gesagt. Sie wohne in der Quierschieder Straße in Maybach. In völliger Dunkelheit zu laufen - das sei für ältere Menschen problematisch, aber auch für die Schulkinder auf dem Weg zum Bahnhof Quierschied. „Aber warum hat man alle Lichtmasten entfernt? Das möchten die Bürger von Maybach wissen. Werden in absehbarer Zeit neue Lichtmasten aufgestellt, oder müssen sich die Bürger von Maybach ,Kopflampen’ besorgen, um so sicher nach Quierschied zu gelangen. Es sind dies Fragen an die Verwaltung in Quierschied und Friedrichsthal“, schreibt unser Leser abschließend.

Die SZ hat zum Anliegen Hofmann bzw. Schmidt eine rasche Antwort erhalten von Robert Immesberger, Leiter des Bauamtes der Stadt Friedrichsthal. Er teilt mit, dass bereits im Jahr 2013 die Stadt Friedrichsthal durch den Stromanbieter Energis darauf aufmerksam gemacht worden sei,  dass sich die betagten hölzernen Lampenmasten in einem maroden Zustand befänden.  Die Beschädigung eines der Masten infolge eines Verkehrsunfalls im Jahr 2016 sei zum Anlass genommen worden, die damals bereits geplante Entfernung aller Lampenmasten auf dieser Strecke umzusetzen. Immesberger: „Bei der Niederlegung trat offen zutage, dass dieser Schritt dringend erforderlich war. Durch einen Ersatz mit zehn neuen Peitschenmasten wären entlang der Strecke zwischen Maybach und dem Quierschieder Bahnhof Kosten von mindestens 30 000 Euro verursacht worden. Diese Kosten waren im städtischen Haushalt unter den bekannten Restriktionen nicht zu finanzieren gewesen, und die Maßnahme wurde vorerst zurückgestellt, zumal eine rechtliche Verpflichtung, diese Strecke zu beleuchten, nicht besteht.“

Im Rahmen des Konzeptes, die Straßenbeleuchtung von Friedrichsthal auf energiesparende LED-Technik umzurüsten, gebe es nun aber Planungen, auch den Streckenabschnitt zwischen Maybach und dem Quierschieder Bahnhof „im Rahmen der haushaltsmäßigen Gegebenheiten“ wieder mit Leuchten auszustatten.

(mh)