Zwei politische Neujahrsempfänge in Heusweiler-Holz

Eingeladen : Zwei politische Neujahrsempfänge in Holz

Der SPD-Ortsverein feierte dabei zugleich 100-jähriges Bestehen. – Bei der FDP Heusweiler ging es um Kitas und um die Ortsteile.

Zwei politische Neujahrsempfänge im Köllertal gingen in Holz über die Bühne. Der SPD-Ortsverein feierte dabei auch 100-jähriges Bestehen. Und die Heusweiler FDP hatte sich Holz als Ort des Neujahrsempfangs ausgesucht.

Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Holz stand dessen 100-jähriges Bestehen im Mittelpunkt. Dabei erinnerte Sascha Mund, der dem Ortsverein seit 2003 vorsteht, an die Nachkriegsvorsitzenden Adolf Schiffler (1946 bis 1957), Hugo Schiffler (1957 bis 1967 und 1971 bis 1973), Erich Ladwein (1967 bis 1971), Karl Obermann (1973 bis 1978), Fred Ricci (1978 bis 1994) und Erwin Neukirch (1994 bis 2003). – Adolf Schiffler war aber nicht nur der erste Nachkriegsvorsitzende des Ortsvereins, sondern auch Landesvorsitzender der bis 1955 illegalen DSP und von 1946 bis 1974 Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Holz. Und Karl Obermann war nicht nur in Holz aktiv, sondern auch stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender. Mund würdigte zudem Johann Dreher, der 1919 einer der Gründer des Ortsvereins war und später als Funktionär der Gewerkschaft IGBCE wirkte. Eine besondere Erwähnung fand Alwin Brück, der von 1960 bis 1973 dem Holzer Gemeinderat und von 1965 bis 1990 dem Deutschen Bundestag angehört hatte und unter Bundeskanzler Helmut Schmidt acht Jahre als parlamentarischer Staatssekretär arbeitete.

Mund betonte, dass die Holzer SPD nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst immer den Bürgermeister und mit Otmar Jung, Karl Krauß, Arno Montag und Jan Paul auch immer den Ortsvorsteher gestellt habe. Zudem ist seiner Ansicht nach die Holzer SPD für die positive Entwicklung des Ortes zuständig gewesen. Davon geht auch Ortsvorsteher Jan Paul aus, der mit einer Fotoshow in Wort und Bild erklärte, was Holz der SPD alles zu verdanken habe. Ehrengast des Empfangs war der Bürgermeisterkandidat der Heusweiler SPD, Stefan Schmidt, der die Schwerpunkte seines Wahlkampfes vorstellte.

  Beim Neujahrsempfang der FDP Heusweiler stimmten der Bundestagsabgeordnete und saarländische Landesvorsitzende Oliver Luksic sowie der Heusweiler Beigeordnete und Fraktionssprecher Ulrich Krebs die zahlreichen Gäste im Dorfgemeinschaftshaus „auf ein spannendes Jahr 2019“ ein. Er ging vor allem auf die Kindergarten-Problematik der Gemeinde ein und betonte, dass die FDP mit dem Vorschlag, eine Container-Kita als Übergangslösung zu installieren (die Saarbrücker Zeitung berichtete), auf die Unterstützung der anderen Fraktionen im Gemeinderat hoffe.

Oliver Luksic sprach sowohl über Europa- als auch über bundes-, landes- und kommunalpolitische Themen. Unter dem Slogan „Wo will die Gemeinde hin?“ rief Luksic zu mehr Zusammenarbeit auch zwischen den Ortsteilen auf („weg vom Kirchturmdenken“) und empfahl den Erhalt der Infrastruktur – allerdings mit Augenmaß, denn die Gemeinde besitze derzeit mehr Masse statt Klasse: „Wir haben sehr viel Infrastruktur, aber der Zustand ist nicht überall doll.“ In den kommenden Wochen wolle die FDP zudem entscheiden, ob sie zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.

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