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„Zum Weiherwald“: Anwohner atmen auf: „Zum Weiherwald“ endlich fertig, Baukosten klar überschritten

„Zum Weiherwald“: Anwohner atmen auf : „Zum Weiherwald“ endlich fertig, Baukosten klar überschritten

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Wolfgang Karges, Geschäftsführer der Gemeindewerke Heusweiler (GWH) am Freitagnachmittag bei der Freigabe der Obersalbacher Wohnstraße „Zum Weiherwald“. Sieben Jahre hat es einschließlich Vorgeschichte und Planung gedauert, bis sich die Anwohner über eine wieder gut befahrbare Straße sowie funktionierende Abwasserkanäle freuen konnten, die eigentlichen Arbeiten dauerten wie geplant 18 Monate.

Viele Anwohner waren zur „Straßenfreigabe“ erschienen und ließen sich von Karges auf eine siebenjährige Zeitreise mitnehmen: Die GWH hatten feststellen müssen, dass es immer wieder zu Rohrbrüchen in der Straße gekommen war, und so wollte man eigentlich schon 2010 die Wasserversorgung erneuern. Doch die GWH stellten die Sanierung wieder zurück, weil der Heusweiler Gemeinderat beschlossen hatte, dass die Straße ausgebaut werden soll. Nur hieß es dann 2013: Halt! Stopp! Es genügt, wenn wir die Straßendecke sanieren. Daraufhin verfilmte der Zweckverband Kommunale Entsorgung (ZKE) Heusweiler den Kanal in der Straße und stellte fest, dass er dringend erneuert werden müsse. Ein Jahr später signalisierte die Energis-Netzgesellschaft der Gemeinde, dass auch die Stromversorgung „in die Jahre gekommen“ sei und man bereit wäre, im Zuge der Kanalsanierung gleichzeitig neue Kabel und Leerrohre zu verlegen. Dieses Angebot nahm man im Rathaus gerne an und schloss sich auch mit dem Bergbaukonzern RAG kurz. Und da in der Straße noch Grubenschäden vorhanden waren, sagte die RAG zu, sich anteilsmäßig an den Kosten für Kanal- und Straßeninstandsetzung zu beteiligen. Das Saarbrücker Planungsbüro Gänssle wurde beauftragt die Arbeiten zu planen, das Erdbaulaboratorium Saar (damals in Riegelsberg, jetzt in Holz ansässig) machte die notwendigen Baugrund-Untersuchungen, das Vermessungsbüro Steuer und Rickmann übernahm die vermessungstechnische Bestandsaufnahme.

Im November 2015 erfolgte dann die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten und am 2. Februar 2016 erhielt die Völklinger Firma Zait & Kloster als wirtschaftlichster (sprich: günstigster) Bieter den Bauauftrag. Baubeginn war Mitte März 2016. Und die veranschlagte 18-monatigen Bauzeit bis Ende September 2017 wurde fast auf den Tag genau eingehalten. Der damals geschätzte Kostenrahmen (1,2 Millionen Euro) wurde allerdings um 600 000 Euro überschritten (was bei der Eröffnung am Freitag kein Thema war).

„Es war eine Gemeinschaftsmaßnahme der GWH, des ZKE, der Energis Netzgesellschaft und der Gemeinde Heusweiler. Wir haben versucht, alle vier unter einen Hut zu bringen, und das hat funktioniert“, sagte Bürgermeister Thomas Redelberger zufrieden. Er hielt fest, „dass es eine lange Baumaßnahme“, gewesen sei, die Anwohner hätten am meisten darunter leiden müssen, so dass sich Redelberger bei allen für deren Geduld und Verständnis bedankte. Und er versicherte augenzwinkernd: „Der Kanal hält 80 Jahre, – so lange habt ihr jetzt Ruhe.“