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Gefeiert ohne Unterlass
Ein großes Jubiläum geht zu Ende

 Aus dem Jahr 1218 datiert die erste urkundliche Erwähnung Eiweilers. So feierte der Heusweiler Ortsteil in diesem Jahr seinen 800. Geburtstag. Zu den Höhepunkten gehörte, im Juni, ein dreitägiges Fest im großen Festzelt, zu dem Vereine und Bürger in einem Sternenmarsch zogen – dazu spielte auch der Musikverein In Treue fest.
Aus dem Jahr 1218 datiert die erste urkundliche Erwähnung Eiweilers. So feierte der Heusweiler Ortsteil in diesem Jahr seinen 800. Geburtstag. Zu den Höhepunkten gehörte, im Juni, ein dreitägiges Fest im großen Festzelt, zu dem Vereine und Bürger in einem Sternenmarsch zogen – dazu spielte auch der Musikverein In Treue fest. FOTO: Andreas Engel
Eiweiler. Dank vieler Unterstützer und großem Engagement feierte Eiweiler mit zahlreichen Aktionen seinen 800. Geburtstag. Von Fredy Dittgen

„Es war ein anstrengendes, aber auch ein sehr gelungenes Jahr“, bilanziert der Eiweiler Ortsvorsteher Richard Wachall im Rückblick auf das große Jubiläumsjahr 2018. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen hatte Eiweiler sein 800-jähriges Bestehen gefeiert.


Im Januar war es mit dem Neujahrsempfang des Ortsvorstehers in der Großwaldhalle los gegangen. Dort gab es das eigens gebraute Jubiläumsbier der Großwaldbrauerei, ebenso die ansehnliche Festschrift und Tragetaschen mit dem Jubiläumsmotiv. Im März folgte eine Bild- und Waldwanderung. Im April wurde ein Mittelaltermarkt organisiert. Im Juni dann einer der Höhepunkte: mit großem Unterhaltungsprogramm feierten die Bürger das dreitägige Jubiläumsfest im Festzelt gefeiert.

Im August machte eine ADAC-Oldtimerrallye an der Großwaldhalle Station, im Wengenwald ging eine musikalische Sonntagsmatinee über die Bühne und die 20-Jahr-Feier des Chores Intervall in der Großwaldscheune wurde ins Dorfjubiläum eingebunden. Im November schließlich reihte sich der Seniorennachmittag mit einer Zeitreise durch die Eiweiler Geschichte in die Jubiläumsfeier ein, und im Dezember endete das Jahr mit einer Seemannsweihnacht in der Pfarrkirche St. Erasmus. Wachall führte bei acht der Veranstaltungen die Regie, bei den anderen trugen Vereine die Verantwortung und kümmerten sich um die Organisation.



„So viele Veranstaltungen – das war schon ein Risiko. Ich hatte anfangs Bedenken, ob sich das alles im Jahreskalender unterbringen lässt“, erinnert sich der Ortsvorsteher. Als absolute „Highlights“ bezeichnet er den Mittelaltermarkt, die dreitägige Jubiläumsfeier und die Seemannsweihnacht. Wachall betont, dass er das alles ohne die Unterstützung einiger Personen niemals hätte realisieren könne. So war ihm beim Mittelaltermarkt Sascha Resch-Jablonksi, der schon mehrfach solche Märkte organisiert hat, eine wertvolle Hilfe. Und ohne Carsten Klaas hätte er das 1000-Mann-Zelt im Juni und das Festprogramm niemals realisieren können. Auch ohne die Unterstützung der Familie Kleber wären viele Dinge nicht machbar gewesen. Wachall vergisst zudem die Vereine nicht: „Sie waren stark in die Veranstaltungen eingebunden und haben hervorragend mitgemacht.“

Außerdem, so Wachall, hatte der Ort im Jubiläumsjahr Riesenglück mit dem Wetter: „Ein kleines bisschen scheint der Herrgott ein Eiweilerer zu sein“, schmunzelt der Ortsvorsteher. Auch die Bevölkerung habe großen Anteil am Erfolg des Jubiläumsjahres gehabt: „Die Resonanz war überwältigend. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht.“ Über 1000 Besucher verzeichnete der Mittelaltermarkt, das große Festzelt war immer „picke packe voll“, wie Wachall es nennt, die Seemannsweihnacht wurde von 300 Menschen besucht.

Richard Wachall ist sich bewusst, dass das Riesenprogramm auch zu einem finanziellen Debakel hätte führen können: „Es lagen zwei Jahre Planungszeit dazwischen. Viele Dinge waren nur mit Hilfe von Sponsoren machbar. Wenn da etwas schief gegangen wäre, hätte es übel ausgehen können. Aber wir haben die Veranstaltungen alle so ins Ziel gebracht, wie wir es uns vorgestellt hatten.“ Und er fasst mit Zufriedenheit und ein wenig Stolz zusammen: „Es war Arbeit ohne Ende. Aber wenn ich das alles nochmal planen müsste, würde ich nichts anders machen.“