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„Wilder Besuch“ aus Afrika auf dem Gnadenhof Eiweiler

Nilgänse : „Wilder Besuch“ aus Afrika auf dem Gnadenhof Eiweiler

Nielgänse-Pärchen legte ein Päuschen ein.

Eigentlich ist der Gnadenhof Eiweiler ja ein Ort, an dem Haus- und Nutztiere eine Bleibe finden, zum Beispiel weil sie vernachlässigt wurden oder sich die Vorbesitzer nicht mehr um die Tiere kümmern konnten. Kürzlich schauten aber auch zwei weit gereiste und in unseren Breiten nicht ganz alltägliche Wildtiere vorbei: Aus großer Höhe herab geflogen, landeten zwei Nilgänse auf einem Feld neben dem Gnadenhof und liefen von dort zum Köllerwieserbach. Dort konnte sie Lothar Braun vom Gnadenhof fotografieren, während sie im Wasser und auf der Wiese nach Nahrung suchten.

Die Nilgänse kommen aus Afrika. „Auffällig ist die Maske über den Augen der Nilgans“, schildert Lothar Braun, „Ganter und Gans unterscheiden sich nur leicht in der Größe. Bei den in Eiweiler gelandeten Tieren dürfte es sich um ein Pärchen handeln.“ Nilgänse sind Zugvögel, die meist in größeren Formationen unterwegs sind. Im Saarland kann man sie, wenn sie auf der Durchreise Station machen, überwiegend in den Flusstälern von Saar, Mosel und Blies entdecken, wobei sie schnell fließende Gewässer-Bereiche eher meiden.

Gnadenhof-Betreiberin Jutta Braun hatte mit „Die Tiere vom Gnadenhof Eiweiler“ auch ein Buch über den Hof geschrieben, der 2008 mit zwei Schafen und der Idee, kleinen Nutztieren ein Gnadenbrot zu geben, startete. Inzwischen werden hier über 60 Tiere betreut. Das Buch mit skurrilen, heiteren und ernsten Geschichten gibt es neuerdings auch in der Buchhandlung des Kaufhauses Pieper am großen Markt in Saarlouis, teilte das Gnadenhof-Team mit.