Wieder nicht der ganz große Wurf

Dilsburg ist zum dritten Mal in Folge deutscher Vizemeister. Die Aufhol- jagd klappte nicht. Ober- thal holte zum vierten Mal in Serie den Titel.

Der KSC Dilsburg hat die Meisterschafts-Endrunde der Kegel-Bundesliga auf Rang zwei abgeschlossen. Zum dritten Mal in Folge ist der KSC damit deutscher Vizemeister. "Es wurmt einen natürlich ein klein wenig, wenn man immer so knapp an der Meisterschaft vorbeischrammt. Aber insgesamt sind wir doch mit Platz zwei zufrieden", sagte Dilsburgs Sandra Keller nach dem letzten Endrunden-Spieltag am vergangenen Samstag auf der Bahn von Preußen Lünen. Dort wurde Dilsburg zwar Letzter. Der KSC holte aber die entscheidenden Einzelwertungspunkte, um Rang zwei knapp vor der am Ende punktgleichen Mannschaft aus Lünen zu verteidigen. Beide haben in der Endtabelle zwölf Zähler auf dem Konto. Lünen erreichte aber nur 276 Einzelwertungspunkte, Dilsburg dagegen 283.

Zum Angriff auf den deutschen Meister, die KF Oberthal, die zum vierten Mal in Serie den Titel holten, reichte es für Dilsburg nicht mehr. Um die KF von Rang eins zu verdrängen, hätte Dilsburg zwei Plätze vor dem Saarrivalen landen müssen - und zudem Einzelwertungspunkte gegenüber dem Rekordmeister aufholen müssen. Ein schwieriges Unterfangen, das letztendlich auch nicht gelang. Oberthal schnappte sich mit Platz zwei am letzten Endrunden-Spieltag hinter den Gastgeberinnen am Ende souverän den Titel. Und das, obwohl die Mannschaft bei der Anreise gleich zwei Mal im Stau stand und erst mit 15 Minuten Verspätung am Spielort eintraf.

Trotz des verpassten Titels war Dilsburgs Elgin Justen nicht unzufrieden. "Von Platz drei nach der regulären Saison noch auf Rang zwei vorzurutschen, war das, was wir uns gewünscht hatten", erklärte die ehemalige Weltmeisterin: "Zumal wir ja in der Endrunde auf Elke Radau-Lambert verzichten mussten." Dilsburgs Top-Spielerin steht ihrer Mannschaft wegen einer Schwangerschaft nicht zur Verfügung.

Das beste Dilsburger Einzelergebnis beim Saisonfinale erzielte Junioren-Weltmeisterin Johanna Theiß mit 778 Holz (16 Einzelwertungspunkte) knapp vor Schlusskeglerin Keller (775, 14 Einzelwertungspunkte).

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