Spatenstich beim SC Eiweiler: Weicher fallen in Eiweiler

Spatenstich beim SC Eiweiler : Weicher fallen in Eiweiler

Spatenstich: Der alte, zuletzt 1999 sanierte Brascheplatz des SC weicht einem Rasenplatz. 244 000 Euro kostet das von mehreren Seiten geförderte Bauprojekt.

. Die Zukunft des Fußball-Kreisligisten SC Eiweiler ist nicht mehr rot, sondern grün. – Nein, das hat nichts mit dem Bundestagswahlkampf zu tun. Vielmehr freuen sich die Eiweiler Kicker, statt auf roter Brasche bald auf grünem, saftigem – und deutlich weicherem – Rasen zu spielen. Der 50 Jahre alte Sportplatz an der Großwaldhalle wird einen Naturrasenbelag erhalten. Am Montag wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit der Spatenstich vollzogen.

Wie der Vereinsvorsitzende Gundolf Klein sagte, habe man im November 2015 einen Antrag bei der Gemeinde sowie Zuschussanträge gestellt. Der Gemeinderat stimmte den Plänen zu, die Zuschüsse wurden ebenfalls zugesagt. Mittlerweile wurden die Tore abgebaut, die zwölf Zentimeter dicke Oberschicht des Platzes abgeschält und die darunter befindliche rote Erde in einer Höhe von fünf Zentimeter und weitere sieben Zentimeter der Unterschicht abgetragen. Nun werden Drainagen und Rollrasen verlegt – das dauere höchstens sieben bis acht Wochen. Dann muss alles gut anwachsen, so dass der Verein zuversichtlich ist, im Mai 2018 ein Eröffnungsfest zu feiern und den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Neben dem Platz wird zudem noch ein Brasche-Kleinspielfeld für Trainingszwecke gebaut.

Bis der Rasenplatz bespielbar ist, trägt der SC Eiweiler seine Heimspiele im Nachbarort Obersalbach aus. Wie Bürgermeister Thomas Redelberger ausführte, kostet die Baumaßnahme 244 000 Euro. 100 000 Euro steuert die Gemeinde bei, 63 000 Euro schießt die Sportplanungskommission des Saarlandes hinzu, mit 50 000 Euro unterstützt das saarländische Sportministerium den Neubau. 31 000 Euro Eigenleistungen muss der SC Eiweiler erbringen.

„Es war höchste Zeit, dass hier etwas passiert“, betonte Gundolf Klein. 1999 war der Brascheplatz zuletzt saniert worden. Doch seither wurde der Belag immer schlechter; Klein: „Es taten sich unzählige Löcher auf, richtige Stolperfallen, Spieler verletzten sich.“

Der Verein hat 59 Jugendspieler, verbucht einen jährlichen Zuwachs im Jugendbereich von zehn bis 15 Prozent – trotz Brascheplatz. „Das zeigt, dass wir eine gute Jugendarbeit betreiben“, so Klein. Mit dem neuen Naturrasen erhofft man sich deshalb im Jugendbereich noch größere Zuwächse. „Dieser Tag ist ein ganz besonderer, ein Traum geht für uns in Erfüllung“, freute sich Ortsvorsteher Richard Wachall.