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Wahlschied findet er „herausragend schön“

Wahlschied findet er „herausragend schön“

Wenn Reiner Zimmer demnächst für die SPD in den Landtag einziehen sollte, dann bleibt er trotzdem Ortsvorsteher in Heusweiler-Wahlschied. Sein Werk für das Dorf ist nämlich noch nicht abgeschlossen.

"Ich mache den Ortsvorsteher mit Herz und Seele und bleibe auch Ortsvorsteher, wenn ich nächstes Jahr in den Landtag einziehe", sagt der Wahlschieder Ortsvorsteher Reiner Zimmer (SPD ). Und räumt damit schon mal gleich das Gerücht aus dem Weg, er werde sein Ortsratsmandat nach der Landtagswahl 2017 niederlegen. Reiner Zimmer ist seit sieben Jahren im Amt und hat für Wahlschied schon eine Menge getan.

So wurde endlich der Bereich Grube Wahlschied saniert, auf sein Betreiben hin wurde eine direkte Busverbindung nach Neunkirchen geschaffen, der Fußballverein wird einen Anbau am Clubheim erhalten, der Dorfplatz, ehemals ein Abstellplatz für Autos, wurde mit Bücherbaum und Bänken zu einer attraktiven Ruhezone umgebaut, die Friedhof- und Römerstraße wurden verkehrsberuhigt saniert. Repariert wurden auch die Straßen Zur Spitzeich und die Turmstraße.

62 Prozent bei Wahl 2014

Die Sport- und Kulturhalle wurde teilsaniert und der Friedhofsvorplatz neu hergerichtet. "Das waren große Projekte für einen kleinen Ort. Ich glaube ich muss mich nicht schämen, für das, was ich in den sieben Jahren schon bewegt habe", sagt Zimmer. Und das bestätigten die Wahlschieder bei der Kommunalwahl 2014, als die SPD mit 62 Prozent einen nie da gewesenen Erdrutschsieg landete. Auf dieser Basis will Zimmer weiterarbeiten und in seiner zukünftigen Doppelfunktion als Ortsvorsteher und Landtagsabgeordneter noch mehr für Wahlschied (und die Gemeinde Heusweiler) tun. Zimmer nennt Beispiele: "Der Brunnen an der evangelischen Kirche in Wahlschied muss saniert werden, dann ist der Dorfplatz erst richtig schön." Der Fußballverein benötigt einen neuen Kunstrasen, denn der alte ist abgenutzt, aufgebraucht und sanierungsbedürftig. Und die Sport- und Kulturhalle braucht eine Toilettenanlage und eine neue Heizung. Zimmer will sich weiter dafür einsetzen, dass die Ortsteile Holz und Wahlschied noch näher zusammenwachsen. "Ich habe da eine Vorreiterrolle gespielt. Was früher undenkbar war, ist auf einem guten Weg. Wie die Fusion der beiden Fußballvereine zeigt", sagt Zimmer. Außerdem hat man zusammen mit dem Ortsrat Holz eine Geschwindigkeitsmesstafel gekauft, die abwechselnd in den beiden Orten aufgestellt wird. Weitere gemeinsame Aktionen sind geplant. Dazu Zimmer: "Wir müssen die Potenziale der beiden Ortsteile nutzen. Die Zeit des Kirchturmdenkens ist vorbei." Er engagiert sich so stark, weil er Wahlschied wunderschön findet. "Herausragend ist die Lage, verkehrstechnisch gesehen. Auch die Höhenlage, mit Blick bis zum Schaumberg und nach Lothringen und das Landschaftsschutzgebiet Langgarten sind ganz toll. Wahlschied ist auch für junge Familien attraktiv", fasst Zimmer zusammen. Und dass man Bäcker, Metzger, Arzt und Kindergarten im Ort habe halten können, erfülle ihn ebenfalls mit Stolz, betont er. Zimmer kündigt an, dass er mindestens noch eine Legislaturperiode als Ortsvorsteher arbeiten möchte. Er betont aber: "Ich mache den Ortsvorsteher nicht, bis ich 75 bin!" Wenn man sich den Karriereweg Zimmers anschaut, kann man nicht ausschließen, dass er dann im Bundestag sitzt.

Zum Thema:

Zur Person Reiner Zimmer ist 51 Jahre alt, stammt aus Riegelsberg, ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und Diplom-Ingenieur von Beruf. 1988 zog er mit seiner Frau nach Wahlschied . Schon in Riegelsberg war er SPD-Mitglied, engagierte sich kommunalpolitisch aber erst in Wahlschied , wo er von 1997 bis 2010 stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender war, seit 2004 im Ortsrat und seit 2007 im Heusweiler Gemeinderat sitzt. Dort ist er seit Juli 2014 Fraktionssprecher. 2009 wurde er erstmals zum Ortsvorsteher gewählt, 2014 erfolgte die Wiederwahl. Zimmer ist unter anderem Mitglied im Fußballverein, im Männergesangverein, im evangelischen Kirchenchor und im Obst- und Gartenbauverein. Seine Leidenschaft gehört dem Motorrad- und Skifahren. dg