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Feuerwehr Heusweiler
Von Fehlalarmen bis zur Gasexplosion

Eine Gaskartuschen-Explosion am 23. April in der Hirteler Straße in Heusweiler-Hirtel düfte 2017 der spektakulärste Fall gewesen sein, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Heusweiler ausrücken musste. – Im Heusweiler Rathaus wurde am Donerstagabend Jahresbilanz gezogen.
Eine Gaskartuschen-Explosion am 23. April in der Hirteler Straße in Heusweiler-Hirtel düfte 2017 der spektakulärste Fall gewesen sein, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Heusweiler ausrücken musste. – Im Heusweiler Rathaus wurde am Donerstagabend Jahresbilanz gezogen. FOTO: Fred Kiefer
Heusweiler. Die Freiwillige Feuerwehr Heusweiler hatte zur Rückschau auf ein Jahr mit 129 Einsätzen eingeladen.

Es war am 23. September um 17.40 Uhr: Eine Explosion erschütterte den Heusweiler Ortsteil Hirtel. In einer Wohnung waren mehrere Gaskartuschen explodiert, drei Männer waren schwer verletzt worden. Dieser wohl spektakulärste Einsatz 2017 kam natürlich auch zur Sprache, als die Heusweiler Feuerwehr am Donnerstagabend zum Jahresrückblick und zu Beförderungen eingeladen hatte.



Glücklicherweise hatten die allermeisten der 129 Einsätze (Stand: 30. November) nichts mit irgendwelchen Gefahren für Leib und Leben zu tun – das zeigte die Statistik, die Gemeindewehrführer Christian Ziegler vorstellte. Bei 55 Prozent der Einsätze handelte es sich um „technische Hilfeleistungen“, nur bei zwei Prozent um Großbrände, bei einem Prozent um mittelschwere Brände.

Für neun Prozent der Alarmierungen waren Fehlalarme die Ursache, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst worden waren. Bei einem Prozent waren sonstige Fehlalarme verantwortlich. Neben dem Fall der Gasexplosion erinnerte Ziegler auch an die weiteren spektakulären Fälle des Jahres und an die Verkehrsunfälle in Eiweiler, Holz und auf der Autobahn.

Ein weiteres Thema waren die Baumaßnahmen bei der Feuerwehr: der Anbau am Gerätehaus des Löschbezirks Berschweiler, die Erweiterung des Gerätehauses in Holz und der Anbau an der Barbarahalle in Kutzhof. Klar, dass Ziegler auch den Neubau der zentralen Feuerwache neben der Einmündung der Hirteler Straße in die Bundesstraße 268 erwähnte: Der Zeitplan liege voll im Soll, die Finanzierungen seien gesichert. Ist das Haus erst einmal fertig, sollen die Löschbezirke Eiweiler und Hirtel zusammengelegt und gemeinsam mit Heusweiler in der zentralen Feuerwache  untergebracht werden. All diese Maßnahmen seien „zukunftsorientiert“, betonte der Wehrführer. Dem Löschbezirk Eiweiler konnte er die Nachricht überbringen, dass dort kommendes Jahr ein Gerätewagen Logistik angeschafft werde.

Auch auf die aktuelle Personalstärke ging Wehrführer Ziegler ein.  Die Feuerwehr Heusweiler, so der Stand vom 30. November, hat 268 aktive Feuerwehrleute in ihren Löschbezirken, das sind sechs weniger als vor einem Jahr. In der Jugendfeuerwehr werden – Stand 1. November – 42 Nachwuchskräfte ausgebildet, fünf mehr als im Vorjahr.

Da Bürgermeister Thomas Redelberger mit dem THW-Ortsverband den Heusweiler Christbaum nach Berlin begleitete (jedes Bundesland schickt einen Weihnachtsbaum, der des Saarlandes kam diesmal aus Heusweiler), begrüßte der Erste Beigeordnete Volker Leinenbach die Gäste, während sich der Bürgermeister später noch per Video-Botschaft beteiligte.

Zu den Gästen gehörten auch Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Regionalverbands-Brand­inspekteur Tony Bender, der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Bernd Becker, der Vertreter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, Christoph Niehus, sowie Ortsvorsteher und Vertreter der Parteien. Leinenbach dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement und hob die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehr für das Gemeinwesen hervor. Grußworte sprachen der Präsidenten des Feuerwehrverbandes, der Landesbrandinspekteurr und der Brandinspekteur des Regionalverbands.

Heusweiler Feuerwehr-Nachwuchs bei der Hauptübung 2017.
Heusweiler Feuerwehr-Nachwuchs bei der Hauptübung 2017. FOTO: Fred Kiefer