Von Esoterik bis „Heiße Socken“

Von Esoterik bis „Heiße Socken“

Mit 21 Ausstellern wurde die Wahlschieder Sporthalle zur Messe für Hobby, Gesundheit und den so genannten „Gutschmack“. Die CDU Wahlschied knüpfte mit dem bunten Treiben an die Tradition des Brunnenfestes an.

Ute Hubig ist zufrieden: "Unsere Hobbyausstellung ist beliebt, seit fünf Jahren schon." Die Vorsitzende der CDU Wahlschied freut sich beim Fass anstich über Gespräche mit Bürgermeister Thomas Redelberger , dem Landtagsabgeordneten Bernd Wegner und dem Eiweiler Brauereichef Alexander Kleber. Und natürlich freut sie sich auch, dass 21 Aussteller und relativ viele Besucher den Weg in die Wahlschieder Halle finden.

Draußen wird gegrillt, drinnen gibt's hausgemachte Kuchen und ein überaus buntes Bild aus einer großen Palette verschiedener Hobbys: Da sieht man leuchtende Blumen, frisch aus dem Gewächshaus, duftende Kerzen in allen Parfum-Nuancen, gehäkelte Decken und Schoner, Tiffany- und Acrylarbeiten, dazu Kunterbuntes zum Malen, Basteln und Gestalten. Und dann gibt es auch noch . . . Nanu? Was, bitte, sind "Heiße Socken "? "Das fragt jeder - unser persönlicher Werbetrick", sagt Friedrich Hämpfling lachend. Er ist Laubsägekünstler aus der Pfalz, seine Frau Maria Hämpfling fertigt die Minisocken als Schlüsselanhänger - wahrscheinlich sind sie mit heißer Nadel gestrickt.

82 Jahre ist Helga Lauer und häkelt Tischdecken mit einer Akkuratesse, die man nur bewundern kann. Susanne Meuser und Herbert Hassel bieten Bienenprodukte an und Fachsimpelei übers Imkern. Magdalena Dörr hat ein Hobby mit Bruch-Gefahr: Sie bohrt Porzellanteller an und baut daraus mit Hilfe von gedrechseltem Metall mehrstöckige Etageren für Bonbons, Schokolade, Schmuck & Co. "Tutti fama di Salami", "Pasta Tricolore", Parmaschinken und weitere Leckereien aus der Toscana bietet Remi Micheli an. Walter Job versteht sich auf das Brennen von Ebereschen-Schnaps und anderem Hochprozentigem.

Ambulant kann man in der Wahlschieder Halle Blutdruck und -zucker bestimmen lassen. Um Esoterik dreht sich alles am Stand von Hermann Link, der in speziell ausgeleuchteten Fotografien von Bergkristallen, entstanden vor etwa 300 bis 600 Millionen Jahren ("die älteste Festplatte der Menschheit"), Botschaften einer längst untergegangenen Intelligenz vermutet. Schön anzusehen sind seine Aufnahmen allemal.

Unter dem Strich ist es eine kleine, aber feine Ausstellung und somit eine gelungene Alternative zu den vielen Konkurrenzangeboten des Maifeiertages.

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