| 20:30 Uhr

Sprüche 2017
Von 40-jährigen Jugendlichen und begutachteten Gutachten

Köllertal. Gesagt ist gesagt: Sprüche und Versprecher aus Köllertaler Gemeinde- und Ortsratsitzungen 2017. – Teil 2

Die Kommunalpolitik kann, je nach Thema, durchaus auch mal trocken und langweilig sein. – Wenn da nicht unsere Kommunalpolitiker wären, die für ein wenig Auflockerung sorgen Wir haben eine Auswahl der lustigsten Ideen, Sprüche und Versprecher zusammengestellt.



Der Riegelsberger Gemeinderat setzte sich am 28. August mit einer Erweiterung der Kita Ronnertswies auseinander. Stephan Müller-Kattwinkel (CDU) unterstützte diese Planung: „Wir könnten damit die Rahmenbedingungen für berufstätige Kinder schaffen, die ihre Kinder unterbringen wollen.“

Der Heusweiler Gemeinderat genehmigte sich am 31. August eine Erhöhung der Sitzungsgelder für den Rat und dessen Ausschüsse. Hans-Kurt Hill (Die Linke) verteidigte die maßvolle Erhöhung: „Das ist Arbeit, was wir hier machen. Die Leute sagen zwar, die schlafen ja im Gemeinderat, aber damit ist eigentlich nur die Verwaltung gemeint.“

Beim Spatenstich für den neuen Eiweiler Rasenplatz am 18. September wollte sich Bürgermeister Thomas Redelberger einen Spaten schnappen. Ein Zuschauer lästerte: „So kleine Spaten gibt es doch gar nicht.“ Redelberger ist zwar klein, aber nicht taub: „Das habe ich gehört!“

Im Heusweiler Ortsrat ging es erneut um den Fahrradstreifen in der Straße Jungs Wies. Wird er genutzt oder wird er nicht genutzt? Alfred Michaelis (SPD) hatte dazu eine klare Meinung: „Ich habe noch nie jemanden auf diesem Fahrradstreifen rauf oder runter fahren sehen.“ Der leidenschaftliche Fahrradfahrer Ulrich Steinrücken (NÖL) protestierte: „Doch! Mich!“ Daraufhin Michaelis: „Wir können aber nicht nur für dich einen Fahrradstreifen bauen.“

 

Jutta Christmann (CDU) wollte in der Riegelsberger Gemeinderatssitzung am 23. Oktober von der Verwaltung wissen: „Die Bürger fragen mich, wann es mit dem Bau des Pflegeheimes in der Talstraße los geht.“ Antwort von Bürgermeister Klaus Häusle (SPD): „Gestern stand’s noch nicht.“

Der Heusweiler Gemeinderat sprach am 23. November über ein Lärmschutzgutachten. Fritz Michaelis (CDU) hält davon nichts: „Gutachten, das ist meistens eine Geschichte, die nix bringt, aber einen Haufen Geld koschd.“

Durchgefroren bestellte sich der SZ-Reporter beim Heusweiler Weihnachtsmarkt am CDU-Stand einen Glühwein zum Aufwärmen. Jörg Schwindling zeigte sich barmherzig: „Der geht aufs Haus. Die Presse muss man sich warm halten. Und wenn’s nur von innen ist.“

Der Walpershofer Ortsrat befasste sich am 13. Dezember mit den Zuschüssen aus seinem Budget für die örtlichen Vereine. Axel Liehn (Die Linke) plädierte dafür, dass Vereine, die Jugendarbeit betreiben, mehr Geld bekommen sollten. Das fand die Zustimmung von Wolfgang Heß (SPD), der aber zu bedenken gab: „Bei uns im Pensionärsverein fängt die Jugendarbeit erst bei 40 Jahren an.“

(dg)