Viel Kampf und Spielfreude

„Ich muss meinen Spielerinnen ein Kompliment machen. Das war eine kompakte Mannschaftsleistung“, sagte Trainer Jörn Riemenschneider. Er gewann mit Holz durch ein 3:0 gegen Freisen den Saarlandpokal.

Die Bässe wummerten. Die verteilten Klatschpappen erfüllten ihren Zweck. Die Stimmung unter den insgesamt wohl fast 500 Besuchern war prima. "Die Organisatoren vom TV Quierschied haben es geschafft, aus den Finalspielen um den Saarlandpokal eine richtig gute Veranstaltung zu machen", erklärte Udo Genetsch. Der Vize-Präsident des Saarländischen Volleyball-Verbands lobte die Veranstaltung am vergangenen Sonntag in der Fischbachhalle in Fischbach. Er sagte: "Wir haben auch spannende und gute Spiele gesehen - soweit das durch den jeweiligen Klassenunterschied möglich war."

"Dagegen halten, Spaß haben"

Bei den Herren forderte der Verbandsligist TV Scheidt den Drittligisten und Titelverteidiger TV Bliesen heraus. "Wir kennen die Jungs, die da auf der anderen Seite des Netzes stehen und wussten, was da auf uns zukommt", sagte Scheidts Spielertrainer Sascha Günther: "Das Hauptziel war bestmöglich dagegen halten und Spaß haben. Das ist uns mit Ausnahme des ersten Satzes gut gelungen."

Beim TV Bliesen spielten von den namhaften Neuzugängen der Erstliga-erfahrene Saarländer Tom Weber und der rumänische Zuspieler Zoran Simic. Der Luxemburger Nationalspieler Steve Weber schaute nur zu, wie seine neue Mannschaft den ersten Satz in nur 17 Minuten mit 25:9 für sich entscheiden konnte. Trainer Peter Lember war aber unzufrieden: "Wir haben von der Einstellung her schlampig agiert. Das muss, ohne dem Gegner zu nah zu treten, alles noch klarer sein."

Der TV Scheidt feierte jeden Punkt, den er gegen den Favoriten machen konnte. 16 im zweiten und 15 Zähler im dritten Satz waren gut, aber zu wenig um die Titelverteidigung des Favoriten zu gefährden. "Wir haben den Pokal mitgenommen, um uns weiter einzuspielen", sagte Lember, der Richtung Saisonstart Nachholbedarf in der Blockarbeit und beim Aufschlag ausgemacht hat.

"Ups, we did it again" - das heißt übersetzt: "Hoppla, wir haben es schon wieder getan." Der Satz stand auf den T-Shirts, die drei Stunden später bei den Spielerinnen des TV Holz die Runde machten. Auch im Frauenfinale setzte sich der favorisierte Drittligist durch und verteidigte den Titel. Regionalligist SSC Freisen hatte auch wegen personeller Probleme beim 17:25, 13:25 und 17:25 keine Chance. "Naike Barthold sitzt nach ihrer Kreuzbandoperation derzeit nur als Physiotherapeutin auf der Bank. Hauptangreiferin Doreen Werth hat eine Meniskusverletzung. Sie hat es versucht, ist aber natürlich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte", erklärte SSC-Trainerin Brigitte Schumacher.

Holzer Neuzugänge überzeugen

Was selbst eine geschwächte Werth für die Freisener Mannschaft Wert ist, zeigte sich im zweiten Satz, als die Nordsaarländerinnen ohne Werth in kaum mehr als einer Viertelstunde den Satz abgeben mussten. Freisen hatte dem schnellen und variablen Spiel des Zweitliga-Absteigers TV Holz wenig entgegenzusetzen. "Ich muss meinen Spielerinnen ein Kompliment machen. Das war eine kompakte Mannschaftsleistung mit viel Kampf und Spielfreude", lobte Trainer Jörn Riemenschneider seine Holzerinnen, bei denen die amerikanischen Neuzugänge Kelsey Chambers und Kristen Torre unter Beweis stellten, dass sie Verstärkungen sind.

Am 25. September ab 11 Uhr sehen sich der TV Holz und der SSC Freisen in der Saarbrücker Bruchwiesenhalle im Halbfinale des Südwestpokals wieder. Der Gewinner des Turniers mit der TG Bad Soden und der TSVGG Stadecken-Elsheim trifft im Achtelfinale des DVV-Pokals auf den Erstligisten Rote Raben Vilsbiburg .