Viel Applaus zum Empfang

In seiner alten Gemeinde in der Eifel ließ man ihn nicht gerne gehen. In seiner neuen Gemeinde, der Pfarreiengemeinschaft Heusweiler, hat man Pfarrer Stefan Trauten in fröhlicher Atmosphäre einen freundlichen Empfang bereitet.

In der Heusweiler Pfarrkirche Mariä Heimsuchung herrschte am Sonntagnachmittag Hochbetrieb. Dechant Franz-Josef Werle führte in einer feierlichen Eucharistiefeier Pfarrer Stefan Trauten in sein Amt ein. Zahlreiche Katholiken kamen aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft - St. Erasmus Eiweiler, St. Jakobus der Ältere in Kutzhof und St. Josef in Holz sowie Filialkirchen in Lummerschied und Wahlschied gehören dazu. Auch viele Verwandte des neues Pfarrers hatten sich eingefunden, und aus seiner alten Pfarrei Neuerburg, die zwischen Prüm und Bitburg in der Eifel liegt, war sogar ein kompletter Bus mit Leuten angereist.

Der Kirchenchor, unter Leitung von Dr. Wolfgang Hoffmann, sorgte mit Auszügen aus der romantischen Pastoralmesse in C-Dur von Ignaz Reimann für den festlichen musikalischen Rahmen. Etwa zehn Priester und Diakone wohnten der Ablegung des Amtseids im Altarraum bei.

Vor dem Beichtstuhl übergab Dechant Franz-Josef Werle an Pfarrer Stefan Trauten als Symbol für das Sakrament eine violette Schärpe. Am Taufbecken folgte eine Segnung.

Mit der Frage "Was bedeutet Kirche für Sie? Sind Sie in ihr heimisch geworden?", begann Trauten seine erste Heusweiler Predigt. Kirchengebäude sind, so der Pfarrer , wichtige Orientierungspunkte im Ort. Türme würden wie Finger in den Himmel zeigen. Vorhöfe seien Treffpunkte und Begegnungsstätten. Kirchen seien auch Kraftquellen und im übertragenen Sinn "Baustellen, an denen ständig gebaut werden muss". Weiter erklärte er: "Ich möchte Sie einladen, dass wir gemeinsam daran mitbauen. Ich möchte Ihnen anbieten, dass wir nicht übereinander, sondern miteinander reden. Und ich hoffe, dass Sie auf mich zukommen."

Eine erste gute Möglichkeit, miteinder ins Gespräch zu kommen, bot der anschließende Empfang in der Krypta. Auch hier Himmel und Menschen.

"Wir haben Pfarrer Trauten nicht gerne gehen lassen", sagte einer der angereisten Eifelaner, die jetzt, ebenso wie der dortige Kaplan, ohne Pfarrer zurück bleiben. "Er hat eine Linie, aber er ist flexibel", so charakterisierte ihn eine Neuerburgerin. Ihr Begleiter ergänzte, Trauten sei ein sehr gutmütiger Mensch.

Die Heusweiler Bürger sind glücklich über ihren neuen Pfarrer . Zwischendurch sei man unsicher gewesen, weil keiner gewusst habe, wie es weitergeht, meinte einer. Der erste Eindruck war sehr positiv: In der Kirche wurde viel applaudiert. In der Krypta ging es fröhlich zu.

"Er bringt frischen Wind rein. Er macht einen munteren, offenen Eindruck", freute sich Thomas Fenrich, einer der vielen Heusweiler Bürger, die zur Begrüßung gekommen waren. Bis der neue Pfarrer aber richtig loslegt, müssen sich alle noch etwas gedulden. Gestern musste er nämlich erstmal einen Ausflug in die Eifel machen. Zwecks Bestückung der Umzugskartons. Im Laufe der Woche will er sich in Kutzhof häuslich einrichten.