Trockenheit hat dem Gras und Mais im Köllertal zugesetzt

Problem für Landwirte : Die Trockenheit hat dem Gras und dem Mais zugesetzt

Von Mai bis August war’s auf den Feldern zu heiß.

Die noch anhaltende Hitze und Trockenheit zwischen Mai und August hat den Landwirten zu schaffen gemacht. Vor allem Gras und Mais litten unter dem Wetter. Beide Futterpflanzen benötigen in ihren Wachstumsphasen vor allem Regen. Während die Bauern in den Jahren zuvor viermal Gras mähen konnten, gab es diesmal im Köllertal nur zwei Schnitte – nach jedem Mähen muss, damit sich der Schnitt auch lohnt, das Gras heranwachsen, und dafür braucht’s Regen. Und der Mais benötigt zum Keimen viel Feuchtigkeit, um seine Blätter und Früchte ausgiebig zu entwickeln.

Landwirte nutzen Silomais und Gras zur Viehfütterung im Spätsommer, Hebst und Winter. Nach der Ernte wird der Mais geschreddert und im Silo gelagert. Wie seine Ernte diesmal war, fragten wir den Obersalbacher Landwirt Karl-Josef Brück, der schon 1999 mit seinem Obersalbacher Kollegen Christian Altmeyer eine Betriebsgemeinschaft gegründet und einen Aussiedlerhof am Rand des Waldgebietes „Kup“ errichtet hatte. Für den gemeinsamen Betrieb wurde Silomais auf 32 Hektar Fläche ausgesät. In diesem Jahr, so Brück, haben die beiden Bauern etwa 15 Prozent weniger Ertrag als in den Vorjahren. Sie müssen jedoch nichts dazukaufen, da sie noch auf den Vorrat des vergangenen Jahres zurückgreifen können. Denn 2018 war der Ertrag so reichlich, dass sie sogar einen Teil der Silage verkaufen konnten.

Carsten Schmeer, Landwirt in Saarbrücken und Vorsitzender des Bauernverbands im Regionalverband, berichtet von Ertragsausfällen bis zu 50 Prozent beim Mais, je nach Lage der Anbauflächen. Schuld daran seien einzig Hitze und Trockenheit gewesen.

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