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Mittelaltermarkt Kutzhof Rittersleut Gaukler: Treffpunkt für Gaukler und Jongleure

Mittelaltermarkt Kutzhof Rittersleut Gaukler : Treffpunkt für Gaukler und Jongleure

Beim Mittelaltermarkt in Kutzhof schmiegten sich 15 Stände im Schatten der Pfarrkirche St. Jakobus aneinander.

„Beim Kutzhofer Mittelaltermarkt war das Wetter auch schon mal besser“, stellten Thomas und Verena Schmitt fest. Warm angezogen und vor allem mit Regenschutz ausgestattet, kam das Paar aus Saarbrücken am Samstag nach Kutzhof, um mit den vielen anderen Freunden mittelalterlichen Treibens ein paar schöne Stunden zu verbringen. Die Mittelalter-Enthusiasten bringt auch schlechtes Wetter nicht aus der Fassung. Sie hüllen sich wie ihre Vorbilder in dickes Gewand. „Kälte und Nässe stören uns weniger“, bekennt Sascha Rech-Jablonski.

Mit seinen Mitstreitern organisiert Jablonski seit vier Jahren den Kutzhofer Mittelaltermarkt, er hat die Veranstaltung erfunden. Und in der Mittelalterszene hat die Veranstaltung in Kutzhof inzwischen einen sehr guten Ruf. Viele Händler, Aussteller, Musikanten und Künstler kommen gerne. In diesem Jahr fand das Treiben erstmals rund um die Pfarrkirche St. Jakobus statt. Das Pfarrhaus war von Zelten umstellt. „Wegen der Bauarbeiten an unserem angestammten Ort an der Barbaraschule mussten wir in diesem Jahr umziehen“, sagte Rech-Jablonski. Schlecht war der Umzug allerdings nicht, da waren sich die meisten Marktbeschicker und Besucher einig. „Im Gegenteil“, so Karin Schneider. Die Nähe zur Kirche, um die herum sich alles bewege, verleihe der Veranstaltung etwas „Erhabenes, ja Gravitätisches“.

15 Stände schmiegten sich im Schatten der Kirche aneinander, ein volles Programm mit Handwerks- und Kampf-Vorführungen, selbst gefertigte Schmuckwaren, Gewürze und allerlei anderer Zierrat, Praktisches und Nützliches wie Dekoratives fand seine Käufer. Eine stilechte Taverne lud zum Verweilen ein, kein schlechter Vorschlag bei dem kühlen Wetter.

Die Kinder konnten auf dem Rücken von Ponys eine Runde um die Kirche drehen, und/oder sich im Bogenschießen versuchen. Die Feuerwehrleute aus Kutzhof sorgten an beiden Tagen für köstliche Erbsensuppe und Wildschweindelikatessen. Höhepunkt am Samstagabend war die Feuerschau, die die „Lagerey“ mit rötlich schimmerndem Flammenschein verzauberte. Die Tanzweiber Rebekka und Sandra aus Trier, die jedes Jahr beim Kutzhofer Mittelaltermarkt von Neuem verzücken mit ihren Bauchtanzattraktionen, und der Gaukler Aaron trieben die Stimmung in die Höhe, rundeten ein abwechslungsreiches Programm ab.

Als besonders angenehm empfinden es die Besucher, dass kein Eintritt verlangt wird. „Das wollen wir nicht“, sagte Rech-Jablonski, man arbeite lieber mit Sponsoren aus der Umgebung zusammen, „und das klappt immer“.