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Die Wettervorhersage
Meist freundliches Herbstwetter zum Monatswechsel

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Zu Beginn der neuen Woche ist es wolkig bis stark bewölkt, es kann etwas regnen. Ab Mittwoch folgt rasch ein neues Hoch, und es wird wieder freundlicher bei einer Mischung aus heiteren Phasen und Wolken. Von Jörg Hoffmann

Nach dem äußerst turbulenten letzten Sonntag mit dem Sturmtief Fabienne bescherte uns das kräftige Hoch Schorse, das sich von den Britischen Inseln nach Deutschland verlagerte, bereits am Montag eine Wetterberuhigung. Zuvor hat am Sonntag der Herbst mit Pauken und Trompeten Einzug gehalten, als sich das vom Ärmelkanal genau über die Mitte Deutschlands ostwärts ziehende Randtief Fabienne aufgrund großer Temperaturgegensätze zu einem Orkantief verstärkt hat.


An dessen markanter Kaltfront formierte sich nachmittags eine heftige Unwetterlinie, die mit Gewitter, sintflutartigen Regenfällen und schweren Sturmböen der Windstärke zehn auch über das Saarland hinwegfegte. Dabei fielen in Eiweiler 31,7 Liter Regen auf den Quadratmeter – zuvor gab es im bisher extrem trockenen September nur wenige Liter Regen.

Rückseitig des Sturmtiefs strömte Polarluft ein, die für kühle Tage und sehr frische Nächte bei Temperaturen um 4 Grad gesorgt hat – in ungünstigen Tal- und Muldenlagen trat im Saarland sogar schon der erste Bodenfrost auf. Erst mit Verlagerung des Hochs zum Balkan wurde es ab Wochenmitte wieder wärmer. Gestern konnten wir noch einen Hauch Altweibersommer genießen. Nachdem heute eine schwache, kaum wetterwirksame Kaltfront durchzieht, setzt sich am Wochenende erneut Hochdruckeinfluss durch. Insgesamt liegt auch zum Start in den Oktober mit nur kurzen Unterbrechungen eine Hochdruckzone über Mitteleuropa, während sich die Tiefs über Nordeuropa tummeln. Wie schon seit Wochen und Monaten haben Tiefausläufer auch weiterhin einen schweren Stand und erweisen sich meist nur als Eintagsfliege, weil der Hochdruckeinfluss einfach zu stark ist und sich immer wieder aufs Neue regenerieren kann.



Die Temperaturen passen sich nun aber der Jahreszeit an, nachdem es monatelang viel zu warm war. Heute verlagert sich im Tagesverlauf die schwache Kaltfront des Nordmeertiefs Helena von Nord nach Süd über Deutschland und verliert aber rasch ihre Wetterwirksamkeit, da sie in den Bereich hohen Luftdrucks gerät. So nimmt heute nach heiterem Beginn die Bewölkung zu, außer vereinzelten Tropfen bleibt es meist trocken, bis zum Abend lockert die Wolkendecke wieder auf. Die Höchstwerte liegen um 19 Grad, der Wind dreht von West auf Nord. Rückseitig der Kaltfront dehnt sich morgen das neue Hoch Tom von Großbritannien nach Mitteleuropa aus. Am Samstag ist es heiter bis wolkig, am Sonntag wird es sonnig. Der Nordostwind lebt tagsüber böig auf, mit 15 bis 18 Grad geht der September herbstlich-kühl zu Ende.

Zum Start in den Oktober wandert Hoch Tom nach Osteuropa, gleichzeitig schwenkt ein Tiefausläufer über Deutschland hinweg. Der Wochenbeginn verläuft daher wolkig bis stark bewölkt, es kann etwas regnen, und die Temperaturen gehen auf Werte um 13 Grad zurück. Ab Mittwoch folgt rasch ein neues Hoch, und es wird wieder freundlicher bei einer Mischung aus heiteren Phasen und Wolken. Die Temperaturen klettern auf 16 bis 19 Grad.