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Holzer Wasserturm
So schnell noch kein Super-Fernblick

Der Holzer Wasserturm – um den ehemaligen Gastronomieraum wieder nutzbar zu machen, fehlen noch etwa 80 000 bis 100 000 Euro.
Der Holzer Wasserturm – um den ehemaligen Gastronomieraum wieder nutzbar zu machen, fehlen noch etwa 80 000 bis 100 000 Euro. FOTO: Fred Kiefer
Holz. Einer Wiederbelebung des Publikumsverkehrs im Holzer Wasserturm stehen (Finanzierungs-)Probleme im Weg. Von Fred Kiefer

Von oben ist die Aussicht sensationell – aber wie sind die Aussichten, den Holzer Wasserturm wieder zugänglich zu machen? Dieses Ziel verfolgte eine Interessengemeinschaft (IG), die vor vier Jahren von dem Bauingenieur und Heusweiler CDU-Vorsitzenden Jörg Schwindling (CDU) gemeinsam mit anderen Bürgern ins Leben gerufen wurde. Es ging dabei um den Raum der früheren Gaststätte im „Wasserhochbehälter“ – so der technische Name des Wasserturms – auf der Göttelborner Höhe.


Exakte Vorstellungen, wie der Raum genutzt werden könnte, hatte es jedoch nicht gegeben. Im Gespräch war, eher allgemein, eine Nutzung als Kulturtreffpunkt.

Viel getan hat sich seither allerdings nicht, abgesehen von einer äußeren Arbeit und einer Feuerwehrübung: Die Gemeindewerke Heusweiler hatten – als Eigentümer des Bauwerks – im Oktober 2015 die Blitzschutzanlage erneuern lassen. Und ebenfalls 2015 hatte die Heusweiler Feuerwehr, auf Bitten der IG, im Turm eine Evakuierungsübung auf die Beine gestellt, denn die IG musste den Nachweis erbringen, dass im Fall der Fälle auch eine größere Menschenmenge aus dem Turm evakuiert werden kann. In der Übung wurden 66 Personen über die 251 Treppenstufen sowie mit Hilfe des für bis zu vier Personen zugelassenen Aufzugs nach unten gebracht. Und da alles reibungslos funktionierte, war damit immerhin eine erste behördliche Auflage zur Nutzung des Raumes erfüllt.



Doch inzwischen sind drei Jahre vergangen, in denen sich nichts weiter getan hat. Wie ist der Stand der Dinge?, wollten wir von Jörg Schwindling wissen.

Letztlich ist es auch eine Frage des Geldes. Das zeigt eine Schilderung Schwindlings zu einer der Schwierigkeiten bei der Reaktivierung der vor 24 Jahren geschlossenen Gaststätten-Räume: „Wenn ein Bauwerk mehr als zehn Jahre ungenutzt bleibt, müssen alle Genehmigungen erneuert werden. Um den Segen der Unteren Bauaufsicht (UBA) zur Öffnung des Raumes zu bekommen, müssen wir also die aktuellen Auflagen erfüllen. Da dies laut unseren Berechnungen zwischen 80 000 und 100 000 Euro kostet, sind wir auf Sponsoren angewiesen. Wir müssen zum Beispiel Brandschutztüren einbauen lassen.“ Es steht zwar eine Unterstützung im Raum, jedoch noch wenig konkret; Schwindling: „Wir haben zwar die Zusage, dass der Regionalverband im Rahmen seines Landmarken-Projektes unser Vorhaben unterstützt, ich kann dennoch derzeit noch kein Datum für eine Öffnung des Raumes nennen.“

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Schwindling
Jörg Schwindling FOTO: Schwindling, Jörg / Schwindling
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Karges
Wolfgang Karges FOTO: Andreas Engel