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Windkraft
Sendemasten gehen, Windräder kommen

Vom Kappelberg bei Heusweiler-Kirschhof sind die Windräder im Golocher Wald (nahe Lebach-Landsweiler) besonders gut zu sehen.  Das Bild wurde am Sonntag, 18.2.2018, um 11 Uhr 40 vom Kappelberg her aufgenommen. Zwischen den beiden Windrädern ist  Dampf / Qualm des Laminate-Werks in Eiweiler zu sehen, davor Häuser von Heusweiler-Kirschhof. Foto: Fred Kiefer
Vom Kappelberg bei Heusweiler-Kirschhof sind die Windräder im Golocher Wald (nahe Lebach-Landsweiler) besonders gut zu sehen.  Das Bild wurde am Sonntag, 18.2.2018, um 11 Uhr 40 vom Kappelberg her aufgenommen. Zwischen den beiden Windrädern ist  Dampf / Qualm des Laminate-Werks in Eiweiler zu sehen, davor Häuser von Heusweiler-Kirschhof. Foto: Fred Kiefer FOTO: Fred Kiefer
Heusweiler/Landsweiler. Heusweilers neue Aussicht: Hinter der Gemeinde zeigen sich jetzt die neuen Windkraftanlagen, die in Landsweiler entstehen.

(aki) Egal, von wo der Reisende nach Heusweiler kommt, ob mit dem Auto oder der Bahn, die beiden 120 Meter hohen Sendemasten der früheren Mittelwellen-Sendeanlage zwischen Heusweiler und Hirtel sind nicht zu übersehen. Auf 288 Höhenmetern in den Jahren 1948 und 1965 errichtet, wurden die beiden Sender zu einem echten Wahrzeichen für die Köllertalgemeinde. Sie wurden vor allem auch durch die Europawelle Saar bekannt, die zwischen 1973 und 1995 von Heusweiler ausgestrahlt wurde. Doch die Mittelwelle ist inzwischen bundesweit abgeschaltet, der Sender nicht mehr in Betrieb. Die Sender sollen dieses Jahr abmontiert werden. Allerdings habe man bisher noch kein Unternehmen zur Demontage der riesigen Masten gefunden, so der SR jetzt auf Anfrage. Vorgesehen sei dennoch, die Masten noch in der ersten Jahreshälfte abbauen zu lassen.


Der Blick von Heusweiler aus wird aber nicht „Mast-frei“ werden. Dafür sorgen schon die zwei neuen, nicht zu übersehende Gebilde, die in den vergangenen Wochen nahe Lebach-Landsweiler in die Höhe gewachsen sind: Die sogar noch über 120 Meter hohen Windräder im Golocher Wald sind, trotz etwa sechs Kilometer Entfernung, von vielen Stellen in Heusweiler zu sehen. Unter anderem auch von der Saarbrücker Straße (Bundesstraße 268) in der Ortsmitte, aus Richtung Riegelsberg kommend, sowie von der Holzer- und der Illinger Straße. Die Windräder sollen vom kommenden Monat an bis zu sechs Megawatt Strom produzieren. Mit dieser Menge  können etwa 4500 Haushalte versorgt werden.

Die erste der beiden Windkraftanlagen war bereits Ende Januar fertiggestellt worden, das zweite Windrad größtenteils in der zweiten Februar-Woche. Investor ist die RAG Montan-Wind. Die Nabenhöhe der beiden Windräder liegt bei jeweils 134 Metern. An der Nabe wird der Rotor am Mast befestigt (genauer: an der Gondel, die sich oben auf dem Mast befindet). Die Rotorblätter sind 76 Meter lang. Die Grundstücke, auf denen die Anlagen stehen, gehören der Stadt Lebach, die demtentsprechend  auch die Pachteinnahmen erhält.



Fotos:  Wirad 1, 1a: Mit einem großen Kran werden die Rotorblätter zur Montage an die Narbe gehoben.  WiraGol 2, Wipar 4a: Blick auf den Fuß des Windrads im Golocher Wald.  Wipar 5a: Ein Rotorblatt ist montiert.  Foto: Fred Kiefer
Fotos: Wirad 1, 1a: Mit einem großen Kran werden die Rotorblätter zur Montage an die Narbe gehoben. WiraGol 2, Wipar 4a: Blick auf den Fuß des Windrads im Golocher Wald. Wipar 5a: Ein Rotorblatt ist montiert. Foto: Fred Kiefer FOTO: Fred Kiefer
(aki)