Feuerwehrübung: Schwindelfreie Feuerwehrleute gefragt

Feuerwehrübung : Schwindelfreie Feuerwehrleute gefragt

Laminatepark-Werkswehr übte in Eiweiler die Zusammenarbeit mit benachbarten Rettungskräften.

Mehrere kleine, glimpflich verlaufene Brände im Eiweiler Laminatepark in der Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig eine gemeinsame Feuerwehrübung in dem holzverarbeitenden Betrieb ist. Bei der Jahreshauptübung der Laminatepark-Werksfeuerwehr wurde am Samstag der gemeinsame Einsatz mit den Löschbezirken Eiweiler und Heusweiler sowie dem DRK Eiweiler geprobt. Regionalverbands-Brandinspekteur Tony Bender verteilte bei der Abschlussbesprechung gute Noten.

Die Werksfeuerwehr des Unternehmens – es ist einer der größten Arbeitgeber im Köllertal – kann mit ihren 20 Einsatzkräften und den beiden Fahrzeugen bei einem Brand dank der Nähe und ihrer Ortskenntnisse schnell vor Ort sein und ein Feuer bekämpfen. Wenn es jedoch zu einem größeren Unglücksfall kommen sollte, wie bei der Übung angenommen, ist Unterstützung nicht nur willkommen, sondern mitunter auch der Einsatz einer Drehleiter notwendig.

Das Übungszenario ging diesmal von einem Unglücksfall in größerer Höhe aus: Im Bereich der Filter- und Absauganlage war zur Brandbekämpfung eine Drehleiter also dringend erforderlich, zumal ein „verletzter Arbeiter“ in Form einer Puppe unter Atemschutz von Dach der Filteranlage gerettet werden musste, während die Eiweiler Wehr einen „Arbeiter“ aus dem Bereich der Leimbühne befreite.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Übungs-Einsatz des Leiterfahrzeuges mit den Feuerwehrleuten des Heusweiler Löschbezirks, des Löschbezirks Eiweiler und mit den Helfern der DRK-Ortsgruppe Eiweiler hat einwandfrei funktioniert. Und nicht nur der Drehleiter-Einsatz, auch die übrigen Übungsaufgaben wurden fehlerfrei erledigt, wie Tony Bender bei seiner Manöverkritik in der Großwaldhalle feststellte, wo auch der bisherige Werksfeuerwehr-Leiter, Hauptbrandmeister Hermann-Josef Jimenez, verabschiedet wurde. Für dessen Nachfolger, Oberbrandmeister Christoph Six, war die Übung Gelegenheit, sich vorzustellen und die Kollegen der anderen Wehren kennenzulernen.

Übung im Laminatepark in Eiweiler: Von der Drehleiter des Löschbezirks Heusweiler aus löschen Rainer Feld und Rainer Schikofsky, beide vom Löschbezirk Heusweiler, den „Brand“ in der Filteranlage. Foto: Fred Kiefer
Ewald Müller (links) und Werksfeuerwehrchef Christoph Six. Foto: Fred Kiefer

Bei der Übungsbesprechung wurde zudem das Feuerwehr-Urgestein, Oberbrandmeister Ewald Müller vom Löschbezirk Eiweiler, nach 46 Dienstjahren in die Alterswehr verabschiedet. Tags darauf feierte er seinen 65. Geburtstag. Für ihn war es die letzte Feuerwehrübung, für Christoph Six die erste als Chef der Laminatepark- Werksfeuerwehr.

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