Schwertransport in Heusweiler unterwegs

Schwertransport : Ein dickes Ding in Heusweiler

Schwertransport zog mit drei Schleppern und rund 1800 PS einen 37 Meter langen Spezialanhänger durch den Ort.

Das sieht man nicht alle Tage: Drei hintereinander gespannte Lastkraftwagen schleppen einen Spezialanhänger – eine sogenannte Tragstapelbrücke – mit einem riesige Transformator darauf durch Heusweiler. Das Spektakel lockte am Sonntagmittag viele Schaulustige auf die Straße.

Auf flachen Streckenabschnitten sind nur eine Zug- und eine hinter dem 37 Meter langen Anhänger drückende Schubmaschine notwendig, doch die Steigung in Heusweiler verlangt mehr Power. Insgesamt können sogar vier Schlepper – drei zum Ziehen, einer zum Schieben – eingesetzt werden. In Heusweiler kommt der Zug mit seinen drei Schleppern auf eine Länge von etwa 82 Meter, schildert Olaf Weltz, der zuständige Transportleiter der Firma Kahl Schwerlast aus Moers-Repelen (Nordrhein-Westfalen).

Rund 1800 PS ziehen den Transformator durch den Ort. Die Ladung kommt aus dem General-Electric-Transformatorenwerk in Mönchengladbach und ist für ein Umspannwerk in Illingen-Uchtelfangen bestimmt. Der längste Teil der Strecke führte dabei über den Wasserweg: In Krefeld wurde der Transformator auf ein Binnenschiff umgeladen, dann ging es über Rhein, Mosel und Saar bis zum Dillinger Hafen und dort wieder zurück auf die Straße.

Nicht nur viele Pferdestärken braucht so ein Transport, auch viele Menschen sind damit beschäftigt: Etwa zwölf Mann sind als Fahrer und Begleitpersonal der Firma Kahl im Einsatz. Dazu kommen drei bis vier Mann, die unterwegs störende Verkehrszeichen ab- und wieder aufbauen, zudem drei Leute, die zum Schutz Fahrbahnplatten auflegen und wieder einsammeln, wenn der Transport zum Beispiel hier und da auch mal mit ein paar Rädern über Grünflächen rumpelt. Auch vier, fünf Begleiter der Polizei sind auf den Straßen mit dabei.

Aufgeladen wurde der Transformator am Samstag, für den Transport selbst, der am Sonntag um 7.30 Uhr gestartet war, genügte ein Tag: Gegen 17 Uhr konnte die schwere Fracht in Uchtelfangen in Empfang genommen werden.