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SC Eiweiler steigt als Meister der Kreisliga A Theel in Bezirksliga auf

Saisonabbruch : Der SC Eiweiler ist erstmals Bezirksligist

Der SC Eiweiler spielt in der kommenden Saison erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Fußball-Bezirksliga. Nach dem Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie steht die Mannschaft des Spielertrainer-Duos Furkan Tilki und Dirk Schneider als unbesiegter Meister der Kreisliga A Theel fest. Die Bilanz ist nahezu makellos. In 19 Spielen gab es 18 Siege und ein Unentschieden.

Großen Jubel gab es bei den Fußballern des SC Eiweiler nach der Abstimmung: Nachdem die Delegierten beim außerordentlichen Verbandstag des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) zunächst den Abbruch der Spielzeit wegen der Corona-Pandemie beschlossen hatten, entschieden sie wenig später, dass die nach einer Quotientenregel bestimmten Meister aufsteigen dürfen (wir berichteten). Für den SC Eiweiler aus der Kreisliga A Theel hieß das, dass er in der kommenden Saison eine Liga höher ran darf – und zwar in der Bezirksliga Neunkirchen.

„Wir freuen uns riesig, dass wir es gepackt haben. Ich denke, wir steigen absolut verdient auf – wenn auch die Tatsache, dass es durch den Saisonabbruch zustande kam, ein kleiner Wermutstropfen ist“, erklärt Eiweilers sportlicher Leiter Maurizio Calcagno.

Wenn die Saison zu Ende gespielt worden wäre, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass der SC Eiweiler Meister geworden wäre, aber groß gewesen. Nachdem der Verein in der Spielzeit 2018/2019 nur knapp die Teilnahme an der Aufstiegsrunde der Vizemeister verpasst hatte – der SC Eiweiler war punktgleich mit dem Tabellenzweiten SV Göttelborn, hatte aber den direkten Vergleich der beiden Vereine verloren –, dominierte der Club aus dem Heusweiler Gemeindeteil die Kreisliga A Theel dieses Mal nahezu nach Belieben. In den 19 Begegnungen vor dem Abbruch der Saison feierte der Sportclub (SC) 18 Siege. Ein Mal musste sich der Ligaprimus mit einem Unentschieden begnügen: Am 27. Oktober gab es im Top-Duell beim Verfolger SV Merchweiler II ein 1:1.

Dank der nahezu makellosen Bilanz führte der SC Eiweiler die Tabelle zum Zeitpunkt des Saison-Abbruchs mit fünf Zählern Vorsprung vor dem SV Merchweiler II an. Der Tabellendritte SG Lebach-Landsweiler III lag 13 Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Warum lief es für den SC Eiweiler in dieser Spielzeit besser als in der Vorsaison? Calcagno erklärt: „Letzte Runde haben wir zwar vier Punkte gegen den späteren Meister VfB Heusweiler geholt, aber gegen vermeintlich schwächere Gegner Zähler liegen gelassen.“ Das war dieses Mal anders. Zudem verlief ein schon länger laufender „Verjüngungsprozess“ erfolgreich. „In der Vergangenheit hatten wir immer viele Spieler, die Mitte 30 waren. Das ist jetzt anders. Diesen Verjüngungsprozess hat schon unser alter Trainer Peter Krämer erfolgreich eingeleitet“, berichtet der Sportliche Leiter.

Das vor der nun abgebrochenen Saison installierte Spielertrainer-Duo Furkan Tilki und Dirk Schneider – beide waren zuvor bereits als Spieler beim SC Eiweiler – setzte weiter auf junge Akteure wie den Kapitän Mathias Erke oder den Offensiv-Akteur Alessandro Calcagno, der in seiner ersten Saison bei den Aktiven gleich zum Stammspieler wurde. Zum „Meisterstück“ der Blau-Gelben steuerte Schneider 17 Tore und Tilki 16 Treffer bei. Top-Torschütze des SC Eiweiler war David Baumann, der 23 Treffer auf seinem Konto hat.

In der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga Neunkirchen wird Tilki als alleiniger Spielertrainer fungieren. Schneider steigt aus dem Spielertrainer-Duo aus, um mehr Zeit für sein Studium zu haben. Er wird dem Bezirksliga-Neuling aber als Spieler erhalten bleiben.

In der neuen Liga möchte der SC Eiweiler keinesfalls nur um den Klassenverbleib kämpfen. „Nach Möglichkeit wollen wir auf einem einstelligen Tabellenplatz landen“, erklärt Calcagno. Der Grund für den Optimismus: Die Meister-Mannschaft soll kräftig verstärkt werden. „Wir haben noch einiges im Köcher“, kündigt Calcagno an: „Momentan haben wir sieben Neuzugänge, deren Namen ich jetzt noch nicht bekanntgeben kann, weil dies mit den Spielern so vereinbart ist. In den kommenden Tagen werden wir die Neuen aber auf unserer Facebook-Seite vorstellen.“

Die Suche nach Spielern, die für den SC Eiweiler auflaufen wollten, wird seit knapp zwei Jahren nicht nur dadurch vereinfacht, dass es sportlich im Verein gut läuft. Seit 2018 spielt der Club auch nicht mehr auf einem Hartplatz, sondern auf einem Rasenplatz. „Das macht uns attraktiver für Spieler. Früher hatten wir das Problem, dass niemand auf Brasche spielen wollte. Gute Talente haben sich deshalb oft umliegenden Vereinen angeschlossen“, berichtet der sportliche Leiter Calcagno.

Dirk Schneider vom SC Eiweiler springt über Michael Strempel vom SV Göttelborn. Schneider steht dem SC kommende Saison nicht mehr als Spielertrainer, sondern nur noch als Spieler zur Verfügung. Foto: Kerosino/Achim Thiel

www.sc-eiweiler.de