| 20:23 Uhr

Wetterbericht
Russland-Kälte kommt ins Köllertal

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Warm anziehen, heißt es in den kommenden Tagen. Zum Februar-Finale erwarten uns eisiger Nordostwind und Dauerfrost. Von Jörg Hoffmann

Seit Wochen haben die Wettermodelle für das Februar-Finale eine sibirische Kältewelle berechnet. Jetzt ist sie im Anmarsch. Ein massiver Kaltluftvorstoß aus dem Nordosten Europas sorgt ab Sonntag für eisiges Winterwetter mit Dauerfrost. Es bildet sich ein großräumiger, ausgedehnter Hochdruckgürtel, der von Russland über Skandinavien bis nach Grönland reicht und an dessen Südflanke sehr kalte Luft arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa strömt. Mit diesem ausgeprägten „Polarexpress“ wird es zum Ausklang des meteorologischen Winters sogar tiefwinterlich kalt – die kältesten Tage und Nächte des Winters stehen dem Köllertal bevor. In den Nächten muss ab Wochenbeginn mit strengem Frost gerechnet werden. Zwar scheint meist die Sonne in dieser trockenen Luftmasse, jedoch verstärkt ein beißender Nordostwind das Kälteempfinden. Auch der Start in den März verläuft winterlich und kalt. Zwar schwächt sich der Nachtfrost ab, dafür ziehen Ende nächster Woche Schneewolken auf. In dieser Woche hat sich schon eine Ostwetterlage eingestellt, es war häufig sonnig und mäßig kalt bei leichten Plusgraden am Tag. Ab dem Wochenende gehen die Temperaturen auf rasante Talfahrt. Heute ist es sonnig und trocken bei böig auffrischendem Nordostwind und Höchstwerten um 4 Grad. Morgen scheint die Sonne neben einigen Schleierwolken, nochmals werden tagsüber knappe Plusgrade bis 3 Grad erreicht. Nachts gibt es mäßigen Frost bis minus 6 Grad. Am Sonntag verstärkt sich das umfangreiche Hochdruckgebiet Fritz über Nordeuropa und lenkt an seiner Südseite arktische Kaltluft nach Deutschland. Es ist sonnig bis leicht bewölkt bei einsetzendem Dauerfrost. Die Höchstwerte steigen nur noch auf minus zwei bis null Grad. Von Montag bis Mittwoch zeigt sich sonniges Winterwetter, ab und zu ziehen einige Wolkenfelder vorüber. Es ist sehr kalt mit Höchstwerten von minus 4 bis minus 1 Grad, in den klaren Nächten rauscht das Quecksilber mit Tiefstwerten zwischen minus 8 und minus 12 Grad bis in den strengen Frost runter.


Der Nordost- bis Ostwind weht weiterhin kräftig mit starken Böen, erst ab Wochenmitte flaut der Wind ab. Islandtief und Azorenhoch tauschen praktisch ihre Positionen – über Island setzt sich hoher Luftdruck durch, der die atlantische Strömung vollständig blockiert, so dass die Tiefs Richtung Azoren nach Süden zum Mittelmeerraum umgelenkt werden. In der zweiten Wochenhälfte können die Wolken eines Mittelmeertiefs nordwärts ziehen und Schneefälle zum Start in den März bescheren.