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Ruhiges Jahr für Heusweiler Feuerwehr

Ruhiges Jahr für Heusweiler Feuerwehr

Zu 86 Einsätzen, zumeist technische Hilfeleistungen, musste die Heusweiler Wehr in diesem Jahr ausrücken – so wenige wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Mitgliederstärke der Wehr ist leicht gesunken, allerdings noch nicht problematisch.

Eine große Zahl von Ehrungen und Beförderungen gab es bei der Jahresabschlussfeier der Heusweiler Feuerwehr. Unser Bild zeigt die Wehrmänner, die 40, 50 und 60 Jahre dabei sind. Bürgermeister Thomas Redelberger (4. von links), Wehrführer Christian Ziegler (2. von links) und Winfried Land, Vorsitzender des Regional-Feuerwehrverbandes (links) nahmen die Ehrungen vor. Foto: Anreas Engel Foto: Anreas Engel

"2014 war ein eher ruhiges Jahr, was die Zahl der Einsätze betrifft", sagte der Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger bei der Jahresabschlusssitzung der Heusweiler Feuerwehr im Rathausfestsaal. Allerdings habe es mit der Schließung des Löschbezirks Niedersalbach ein einschneidendes Ereignis gegeben. Es war nach Dilsburg die zweite Schließung innerhalb der vergangenen drei Jahre. "Jetzt haben wir nur noch zehn Löschbezirke", so Redelberger.

In seinem Ausblick auf 2015 deutete er ein schwieriges Jahr an: In Kutzhof laufe immer noch die Machbarkeitsstudie zum Bau des neuen Multifunktionsgebäudes, in dem auch die Feuerwehr unterkommen soll. "Wir kommen da keinen Deut weiter", bedauerte Redelberger. Auch der Umzug der Heusweiler Feuerwehr in ein neues Domizil klappe nicht so, wie gewünscht. Die Gemeinde habe dazu die alte Post ankaufen wollen, dies sei aber nicht gelungen, ein anderer Investor habe den Zuschlag erhalten. Wenigstens gehe es in Obersalbach mit dem An- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses zügig voran. Dafür gab es von Redelberger und der Gemeindewehrführung viel Lob für die Obersalbacher Wehrleute, die alles in Eigenarbeit machen.

Gemeindewehrführer Christian Ziegler sagte im Jahresrückblick, dass die Heusweiler Wehr 286 Aktive habe, darunter 13 Frauen. Die Gesamtmitgliederzahl ist im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen, diesmal um zehn. "Grund dafür ist der demografische Wandel", so Ziegler. Doch er betonte, dass dies ein Jammern auf hohem Niveau sei: "Unsere Feuerwehr ist noch sehr, sehr gut aufgestellt und kann beruhigt in die Zukunft blicken." Der Jugendwehr gehören unverändert 39 Mitglieder an.

Im zu Ende gehenden Jahr rückte die Wehr zu 86 Einsätzen aus - die wenigsten seit über zehn Jahren. Dabei musste die Wehr nur wenige Klein- und Mittelbrände löschen. Die meisten Einsätze (54 Prozent) gab es bei der technischen Hilfe. "Technische Hilfe wurde in der Vergangenheit meistens bei der Beseitigung von Ölspuren geleistet, das hat sich geändert. Heute sind es oft Türöffnungen. Deshalb wird sich die Feuerwehr auf diese Veränderungen einstellen und weiterbilden", sagte Ziegler.

Überhaupt werde das Jahr 2015 ein arbeitsreiches werden. Schwerpunkte seien die Einführung der neuen Uniformen, das Thema Integrierte Leitstelle und die geplanten Neubauten in Heusweiler und Kutzhof. Auch das bis 2020 aufgestellte Fahrzeugkonzept werde schon im kommenden Jahr anlaufen.

Großes Lob sprach Christian Ziegler seinem Stellvertreter Dirk Ziegler aus (die Namensgleichheit ist zufällig), der ihn stets hervorragend unterstütze. "Nur im Team ist eine gute Wehrführung möglich", betonte Christian Ziegler. Deshalb müsse die Gemeindeverwaltung darüber nachdenken, ob nicht auch die Stellvertreter in der Gemeindewehr und in den Löschbezirken eine Aufwandsentschädigung erhalten, sonst werde es in Zukunft immer schwerer, "verantwortungsbewusste Leute zu finden".

Ehrungen und Beförderungen bei der Heusweiler Wehr: Für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Hermann Blasen (Hirtel) geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Horst Schneider (Kutzhof) und Horst Hoffmann (Heusweiler ) ausgezeichnet. 40 Jahre im aktiven Dienst sind Stefan Weidmann (Heusweiler ), Dirk Ziegler und Uwe Emser (beide Eiweiler), Manfred Schmitt (Berschweiler) sowie Wolfgang Jacobs (Holz ). Für 20-jährigen Dienst wurden Christian Lang (Heusweiler ), Jens-Christian Merg (Eiweiler), Stefan Busch (Lummerschied), Uwe Biesel, Manfred Mailänder und Martin Weber (alle Numborn), Klaus Schäfer (Obersalbach) sowie Andreas Poitiers (Wahlschied) ausgezeichnet.

Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Jahre aktiven Dienst erhielten Jürgen Schäfer, Jürgen Altmeyer (beide Eiweiler), Stefan Engler (Berschweiler), Karl-Heinz Günther, Wolfram Walter (beide Holz ) sowie Andreas Jochum (Wahlschied). Das Feuerwehrehrenzeichen in Bronze für 25 Jahre aktiven Dienst ging an Marc Loris (Heusweiler ), Thorsten Zöller (Holz ), Frank Port (Numborn), Christian Neu (Obersalbach) und Michael Maas (Berschweiler). Steffen Kasper (Eiweiler) wurde zum Brandmeister befördert.