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Ringerbundesligist AC Heusweiler beendet Doppelkampftag ohne Punkte

Kraftsport : Köllerbacher ringen Konkurrenz nieder

KSV-Athleten schaffen Gruppensieg gegen starke Gegner in Adelhausen. Heusweiler dagegen kämpft hart – und verliert.

Cacan Cakmak schaute bedröppelt in die Halle. Der Trainer des Ringerbundesligisten AC Heusweiler konnte seinen Jungs kaum Vorwürfe machen. Dennoch steht Heusweiler am Ende des Doppelkampftages vom Wochenende ohne weitere Punkte da. Der Traum vom dritten Tabellenplatz hinter den Spitzenteams aus Köllerbach und Adelhausen, den viele im Umfeld des AC nach der sehr guten Vorrunde träumten, ist vorüber.

„Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht noch Letzter werden“, sagte Cakmak. Er wusste, dass seine Mannschaft nach dem Stilartwechsel zur Rückrunde etwas schwächer ist. Hinzu kommt, dass er neben vielen Verletzten noch andere Probleme zu beklagen hat: „Wir mussten mit Stojan Kubatov und Nico Zarcone gleich zwei Siegringer für Trainingsmaßnahmen der jeweiligen Nationalmannschaft abstellen. Die Verbände nehmen keine Rücksicht auf die Vereine.“

So musste man für die Klasse bis 130 Kilo Freistil Anton Peters reaktivieren. Der hatte gegen Adnan Recoaran aus Hausen-Zell aber ebenso keine Chance wie gegen Armands Zvirbulis aus Freiburg. „Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Cakmak, „dafür sind wir alle dankbar.“Nur Baba Jan Ahmadi (71 Kilo Freistil) und Daniel Meiser (75 Kilo griechisch-römisch) gewannen beide Kämpfe. Das reicht eben nicht für Siege der Mannschaft, 8:25 hieß es am Sonntag in Freiburg, 11:18 am Samstag zuhause gegen Hausen-Zell.

Auch Nachbar KV Riegelsberg holte an diesem Wochenende keine Punkte und rutschte darum auf den letzten Platz der Bundesliga Gruppe Südwest ab. Bei der 7:20-Klatsche beim bisherigen Schlusslicht ASV Urloffen siegten nur Kai Burkon (71 Kilo Freistil), Lucas Rosport (80 Kilo gr.-röm.) und Asadula Ibragimov (130 Kilo Freistil).

Das Saarderby am Samstag beim ASV Hüttigweiler war zwar spannender, aber auch dort zog das Team von Trainer Edgar Paulus mit 16:12 den Kürzeren. „Wir hatten nur zwei ausländische Sportler im Kader“, erzählte auch Paulus von den bekannten Problemen, „Anthony Tantini war in der französischen Meisterschaft im Einsatz, Konstantin Stas bekam keine Freigabe vom bulgarischen Verband. Mit beiden haben wir natürlich deutlich bessere Siegchancen.“

Was im Fußball früher der Kaiserslauterer Betzenberg war, ist im Ringen der Dinkelberg in Adelhausen, eine meist uneinnehmbare Festung. Der KSV Köllerbach hat sie im Spitzenkampf beim TuS am Sonntag gestürmt. Mit dem 21:16 stehen die Jungs um den Mannschaftsverantwortlichen Thomas Geid vorzeitig als Gruppenerster fest und können in den Play-offs zunächst den starken Mannschaften aus Mainz oder Burghausen aus dem Weg gehen. Den spektakulärsten Kampf in der Dinkelberghalle zeigten Alexander Semisorov und KSV-Athlet Mihail Sava in der Klasse bis 71 Kilo Freistil. Viele Techniken, tolle Angriffe und Abwehraktionen, enorm hohes Tempo – und mit 7:4 auch das bessere Ende für den Gästeringer. „Es fällt schwer, einen Sportler hervorzuheben“, sagte Geid, „es war eine tolle Mannschaftsleistung.“ Bereits am Samstag waren die Köllerbacher erfolgreich. Sie siegten bei der RKG Freiburg mit 23:12.