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Kosten von 770 000 Euro
Regenüberlaufbecken ist nun in Betrieb

Blick über das neue Regenrückhaltebecken auf Häuser von Eiweiler. Links ist die frühere Mühle zu sehen. Der Bau des Regenrückhaltebeckens hat 770 000 Euro gekostet.
Blick über das neue Regenrückhaltebecken auf Häuser von Eiweiler. Links ist die frühere Mühle zu sehen. Der Bau des Regenrückhaltebeckens hat 770 000 Euro gekostet. FOTO: Fred Kiefer
Eiweiler. Die rund 770 000 Euro teure Anlage bei Eiweiler kann bei Regen 410 Kubikmeter Wasser zurückhalten. Von Fred Kiefer

Nach einem Jahr Bauzeit ist das Regenüberlaufbecken am Ortsrand von Eiweiler, unterhalb der früheren Mühle, nun fertig. Das Projekt kostet nach Angaben von EVS-Projektleiter Christoph Wahlen-Krupp rund 770 000 Euro und wird zu 50 Prozent von der Gemeinde Heusweiler bezahlt. Wie Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) der Saarbrücker Zeitung sagte, wird der Zweckverband Kommunale Entsorgung Heusweiler (ZKE) den Betrag von 395 000 Euro übernehmen. Die Anlage dient der Rückhaltung und der Behandlung des bei Regen anfallenden Mischwassers. Dazu dient das wenige Meter neben dem Köllerbach angelegte und abgedeckte Rundbecken mit 20 Meter Durchmesser. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) legte nach Schmutzfrachtberechnungen des Baches diesen Standort für das Regenrückhaltebecken fest.


Das gereinigte Wasser wird über einen Abfluss am Becken wieder in den Köllerbach geleitet. Das heißt, der Bach profitiert genauso von der Anlage wie der Sammler, der bis zur Inbetriebnahme des Regenüberlaufbeckens häusliches Abwasser und Regenwasser von versiegelten Flächen aufnahm. Zukünftig wird dank des Überlaufbeckens auch bei Starkregen nur noch extrem verdünntes und damit unschädliches Abwasser abgeschlagen. Bürgermeister Redelberger kommentierte die Bedeutung der neuen Anlage mit den Worten: „Nun ist mit der Entlastung des Kanalsystems auch ein kleines Rädchen für den Hochwasserschutz in Gang gesetzt worden.“

Zur Erläuterung: Im Saarland wird das Sammlersystem überwiegend im Mischsystem betrieben. Das heißt, dass häusliches Abwasser und Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden. Da die Sammler durch große Wassermengen bei Regen oft überlastet sind, werden im Kanalsystem Anlagen zur Regenwasserbehandlung, wie nun bei Eiweiler, gebaut.