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Schwitzen ohne Ende: Regen kann auch Segen sein

Schwitzen ohne Ende : Regen kann auch Segen sein

Mittwoch war ein besonderer Tag. Es war der erste Tag im August und gefühlt der erste Tag seit einer halben Ewigkeit, an dem es im Köllertal geregnet hat. Niederschlag, den viele herbeigesehnt haben nach lange währender Trockenheit.

Regen kann manchmal auch Segen sein. Gerade Menschen aus Heusweiler und Eiweiler haben aber erfahren müssen, was zuviel Regen an einem Ort in kurzer Zeit anrichten kann. Mit Schrecken denken sie zurück an den Nachmittag des 11. Juni, als Teile des Köllertals von einem „Jahrhundert-Hochwasser“ überflutet wurden. Die Folgen sind längst noch nicht allerorten überwunden. Deutlich sichtbar ist das zum Beispiel in Heusweiler. Die hart getroffenen Apotheke im alten Bahnhof ist nach wie vor von einem Container-Dorf umgeben. Ein Bahnsteig der Saarbahn-Haltestelle am Markt ist noch immer außer Betrieb. Bahnen von oder nach Heusweiler Markt starten oder enden am Haltepunkt Heusweiler Schulzentrum. Auf die Frage, wie lange dieser Zustand anhält, antwortete Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger an diesem  Freitag, bis Ende August wolle das Unternehmen den regulären Verkehr wieder aufnehmen. Da ist also Geduld gefragt. Und Schwitzen sowieso. Mitte nächster Woche soll das Thermometer in unserer Region auf bis zu 37 Grad klettern, sagt SZ-Wetterfrosch Jörg Hoffmann aus Eiweiler voraus. Der Wahnsinn nimmt kein Ende.

Und es wird noch heißer im Köllertal. Spätestens am 14. August, wenn feurige Sambatänzerinnen in fantasieanregenden Kostümen dem Riegelsberger Marktplatz einen Hauch von Copacabana in Rio verleihen. Und jeder darf seine Hüften mitkreisen lassen.