Fußballer trauern: Reaktionen auf das Aus für die Sportfreunde

Fußballer trauern : Reaktionen auf das Aus für die Sportfreunde

Das sportliche Aus der Sportfreunde Obersalbach (SFO) hat in den sozialen Netzwerken eine riesige Resonanz ausgelöst. Nicht nur Vereinsmitglieder melden sich zu Wort. So schreibt Michael Maurer aus Saarbrücken (Trainer von 1998 bis 2000): „Ich finde es sehr traurig, dass dieser kleine tolle Verein den Betrieb einstellen muss.

Mir persönlich werden die Sportfreunde immer als der Verein in Erinnerung bleiben, bei dem ich meine erste Trainerstelle antreten durfte. Ich hoffe und wünsche mir, dass dieser Zustand nur vorübergehend sein wird.“ Nina Christ aus Auersmacher bedauert: „Nein! Auf dem Sportplatz bin ich aufgewachsen! Wie traurig!!!!!“. Ähnlich Sabine Christmann aus Heusweiler: „Ich glaube es nicht. Ich habe dort die meiste Zeit meiner Jugend verbracht. Es waren tolle Zeiten.“

Der Walpershofer Jugendleiter Uwe Scherer schreibt: „Sehr schade. Meine ersten Schritte im Aktivenbereich waren bei den SFO. Und es war ne geile, tolle Zeit.“ Außer Scherer melden sich auch andere ehemalige Spieler. Wie Mario Winterhalter aus Riegelsberg: „Ich durfte noch meine letzte Meisterschaft und die letzte Meisterschaft des SFO feiern. Viele schöne und trinkreiche Jahre waren es.“ Oder Patrik Paul aus Heusweiler: „Das bricht einem echt das Herz! Aber die vielen schönen Jahre bleiben in Erinnerung! Die rote Asche brennt immer noch auf dem Knie, als wär’s gestern gewesen! Hut ab vor allen, die bis zuletzt gekämpft haben!“ Und Andreas Kasper aus Heusweiler: „Das macht mich traurig, aber ich erinnere mich gerne an die Zeiten zurück! Mach’s gut SFO.“ Wolfgang Pratt aus Geislautern: „Schade. Für mich war es immer ein harter Kampf gegen die SFO in den 80ern/90ern zu spielen, aber man kannte sich und trank nach den Spielen noch einen, dann war alles, was während des Spiels war, vergessen. Heute spielt ja niemand mehr, wenn nicht mindestens die neuste Kunstrasengeneration vorhanden ist. Es ist traurig, als alter Fußballer das erleben zu müssen. Trotzdem euch allen: Läbbe geht weiter.“

Sebastian Feld aus Eiweiler: „Ihr werdet mir fehlen, sowohl als Freund und Helfer in der Not, als es darum ging, dem SCE eine Bleibe in der Zeit des Rasenbaus zu bieten, als auch als erbitterter und unangenehmer Gegner in etlichen Derdyduellen.“ Der Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic aus Holz findet tröstende Worte: „Sehr schade! Ich hatte auch schöne Spiele auf dem Platz. Tolles Engagement vor Ort bis dato!“

Der Torwart des SFO, Tilmann Kundler aus Heusweiler, nennt noch andere Gründe für das Aus: „Leider war das abzusehen. Viele schöne neue grüne Plätze in der Nachbarschaft, immer weniger Vereinsmitglieder die ein Ehrenamt begleiten wollen, immer mehr Vereine, die zusätzlich zur grünen Spielwiese in den untersten Ligen Geld bezahlen, keine Jugendmannschaft mehr seit 2000, ungeliebte Rote Erde, nur um einige Gründe zu nennen. Mir blutet das Herz.“

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